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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu “The Menu“:

+ Dialoge
+ Idee
+ Kamera
+ Darsteller
+ Inszenierung
– offene Fragen

Gleich vorweg: der Film wird uns eiskalt und oscarverdächtig serviert. Eine wahre Offenbarung und eine geschmackliche Explosion im wahrsten Sinne des Wortes. Was “Ratatouille“ für die Kids ist “The Menu“ für Erwachsene. Starke Bilder, tolle Inszenierung und rund im Abgang. Stark! Wer hier nicht auf seine Kosten kommt, der wird sicher bei Schweighöfer und Co. fündig, allen anderen aber sei der Kinoschmaus wärmstens empfohlen. Das filmgewordene Westerland der Ärzte glänzt mit herrlich verpackter Kritik an überzogenen Hypeformen. An dieser Stelle schickt der Regisseur einen Gruß an alle FusionKüchenFans und elitäres Gehabe. Aber auch der Dienstleistungssektor bekommt sein Fett weg. Schade, dass der Filmgenuss ein so kurzer Genuss ist, man kann gar nicht genug davon bekommen und möchte noch mehr verstehen. Aber alle Geheimnisse offenbart der Film nicht. Bon appetit!

10/10 Punkten

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu “Amsterdam“:

+ Kostüm
+ skurril
+ Story
– stellenweise zu flach

Wo will dieser Film hin? Eindeutig in die Arthousekinos. Dabei birgt er Blockbusterpotential und kommt erfrischend schräg mit neuer Story daher. Zusätzlich mit der enthaltenen Gesellschaftskritik, geschickten Schnittfolgen und einem tollen Kostüm- und Bühnenbild ein gelungenes Gesamtwerk, dass lediglich durch Phasen der Orientierungslosigkeit getrübt wird. So bleibt der geneigte Zuschauer oft fragend zurück und wird leider nicht komplett mitgenommen. Dabei ist der Film erfrischend anders und sicher kein langweiliges Arthouse.

8/10 Punkten

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu “See How They Run“:

+ Szenenbild
+ unkonventioneller Ansatz
+ Anspielungen
– teils sehr überdreht
– verlorene Handlung

See How They Run ist vor allem eine Gegendarstellung zu bekannten Agatha Christie Krimis, der künsterisch schön umgesetzt mit den Genreklischees spielt und dabei mehrfach die Methaebene erklimmt. Doch kommt dabei auch die Schwäche zu tragen, die Story verhebt sich an der Komplexität bzw. dem Feinschliff von Christie Krimis und mag nicht so recht zu überzeugen. Gleichwohl liefert der Streifen nette Unterhaltung, ein tolles Szenenbild und die ein oder andere Anspielung. Am besten die Mausefalle nochmal ansehen.

7/10 Punkten

Bonkos’ Bild des Tages:

Der Abend vor Allerheiligen lässt einige schaudern.

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Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Der Nachname“:

+ ein paar charmante Witze
– zu konstruiert / zu sehr gewollt
– fad

So trostlos wie die Landschaft auf Lanzarote kommt der Nachfolger des Vornamens daher. Doch während der geschliffene Witz den Vorgängerstreifen dominierte, scheint es bei dem Nachnamen nur noch um künstlich konstruierte Verwandtschaftskonstellationen zu gehen. Die Autoren sind wohl Knasterbart-Fans und wollten das Lied “Mein Stammbaum ist ein Kreis” filmisch umsetzen. Das ist jedoch nicht gelungen. Dabei kommt es auf die rechtlichen Ungenauigkeiten schon gar nicht mehr an. Sicher sind die Erwartungen nach dem ersten Film hoch, doch nach dieser schwachen Vorstellung bleibt nur zu hoffen, dass uns weitere Filme wie “Künstlername” oder “Spitzname” erspart bleiben.

3/10 Punkten

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu “Bros“:

+ Thema
– Klischee-overload
– story

Was für eine vertane Chance, mit einem so wichtigen Thema einen Blockbuster zu landen. Stattdessen bekommt der Zuschauer den kompletten Klischee-Overload und wird in einer storyschwachen Liebeskomödie zurückgelassen, die trotz kontrastreicher Bilder nur schwaches Gesamtbild abgibt. Das übertriebene Spiel mit den Klischees ist ebenso anstrengend wie das hohe Sprechtempo bei den inhaltslosen Dialogen. Schade, dass hier ein queeres Thema somit zu einem queeren Film verkommt und nicht in einer Selbstverständlichkeit aufgeht.

2/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Ticket ins Paradies“:

+ Landschaft und Set
– Story
– Schauspieler

Wer auf Fototapeten steht und George Clooney mag, der kommt bei „Ticket ins Paradies“ voll auf seine Kosten. Der auf Zelluloid gebannte Traum eines jeden Social Media Influencers. Bei der Besetzung dachte man sich wohl, dass man auf jedwede story verzichten kann. Und auch an sinnvollen Dialogen und schauspielerischer Leistung wurde – wo es nur geht – gespart. Der Gehalt des Streifens erschöpft sich darin, die Schauspieler in Nahaufnahmen zu zeigen und verschrobene Ureinwohner-Traditionen einzubauen. Für den Sonnenuntergang am Traumstrand gibt es noch

3/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Bullet Train“:

+ Action
+ Twists
+ Farben

mit Bullet Train kommt ein regelrechtes Feuerwerk an Action, Spaß und Spannung auf die Leinwand. Dabei knallt es nicht nur gewaltig, sondern insbesondere die verschiedenen Twists verleihen dem Streifen neben den tollen Farben eine ganz besondere Atmosphäre. Abgedreht, aber zugleich nicht vollkommen überzogen ist auf diese Weise ein gelungenes Gesamtwerk entstanden. Wie heißt das für den Zuschauer einfach nur: Einsteigen, Platz nehmen und Abfahrt!

9/10 Punkten

Der Zug muss gebremst werden!

Nach „Layla“ konstatiert die Partyszene nun technisch vollkommen inkorrekt: „Der Zug hat keine Bremse!“

Das ist nicht nur schlichtweg falsch, sondern offenbart fatales Unwissen. Denn:

Bremserhäuschen

1. Ist da zunächst der tragische Beruf des Bremsers, der dem Fortschritt zum Opfer gefallen ist. Schlecht bezahlt, schreckliche Arbeitsbedingungen und lebensgefährlich, war es deren einzige Aufgabe zu bremsen.

2. Haben Züge extrem moderne Bremssysteme. So beispielsweise die Rad-Schiene-kraftschlussunabhängige und verschleißfreie Wirbelstrombremse, die witterungsunabhängig funktioniert. Je schneller, deste effektiver. Für den Stillstand gibt es zudem Sekundärbremssysteme.

Da schau her. Von wegen also „der Zug hat keine Bremsen“. Damit haben Züge zumeist mehr Bremsen als jedes andere Verkehrsmittel. Nur in Wolfsburg versagen die manchmal.

Das Lied ist also völliger Quatsch und dient offensichtlich nur der Verächtlichmachung der Bahn! Den Faktencheck besteht es jedenfalls nicht.

Wolfgang Trepper, übernehmen Sie!

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Die Känguru-Verschwörung”:

+ Wortwitz
+ Story
+ Kurzweiligkeit

Wer den ersten Film mag, wird den zweiten lieben. Mit rasantem Wortwitzgewitter legt der Streifen los, fast schon überfordernd schnell. Um ein mehrfaches Ansehen kommt man nicht herum, um alle Witze zu identifizieren. Der gelegentliche Wechsel in die Metaebene tut der Handlung keinen Abbruch und wirkt, anders wie sonst, nicht gekünstelt. Und dann wäre da noch die gelungene Story. Mit mitleiderregendem Charme wird sich dem Thema Verschwörungen angenommen. Ein Fest für die Sinne und Balsam für den deutschen Film.

10/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Downton Abbey II: Eine neue Ära”:

+ Kostüme
– Story

So dünn wie der Film, so dünn auch die Kritik. Der neue Downton Abbey Streifen kommt mit einem kräftigen Rosamunde Pilcher Anstrich daher und das tut der Sache gar nicht gut. Auch die aufwendigen Kostüme und das nette Szenenbild verhelfen der schwachen zusammengebastelten Story nicht zu dem Glanz des ersten Films. Unaufgeregt plätschert das Geschehen so vor sich hin. Nur das Wetter hebt den neuen Downton von Pilcher-Filmen ab, immerhin scheint auf dem Anwesen stets die Sonne. Ein strahlen in den Gesichtern der Kinobesucher wäre sicher erstrebenswerter.

4/10 Punkten

(62) Der kleine Kalli – macht es passend

Eigentlich war es nur ein schlecht bezahlter Ferienjob, dem der kleine Kalli dieses Erlebnis zu verdanken hatte. In einem Hotel im Nachbarort ist der kleine Kalli als “Mädchen für alles” aktiv und bessert sein dürftiges Taschengeld auf, als sich eines Tages ein Gast darüber beschwerte, dass seine Handtücher aus dem Hotelzimmer verschwunden seien. Kalli wusste zunächst erst gar nicht, was der Gast meinte, denn immerhin werden die Handtücher jeden Tag von den Reinigungskräften zum Waschen mitgenommen und gegen frische Handtücher ausgetauscht. Es stellte sich heraus, dass der Gast eigene, weiße Handtücher mitgebracht hatte. Die Suche in der Wäscherei dürfte sich entsprechend schwierig gestalten, dachte der kleine Kali, doch nach ein paar Wochen tauchten die Handtücher tatsächlich wieder auf. Der Hoteldirektor gab dem kleinen Kali den besonderen Auftrag, die Handtücher per Post dem Gast zuzusenden. Kalli nahm sich also einen herumliegenden Karton, packte sorgfältig die beiden Handtücher ein und lud in der Post-App einen Versandaufkleber. Mit dem frankierten Päckchen macht er sich auf den Weg zur nächsten Postfiliale. Dort angekommen schüttelte die Frau am Schalter schon beim Betreten heftig den Kopf. “Dir ist aber schon klar, dass das Päckchen nicht ausreichend frankiert ist? Da musst Du nachlösen!” “Wieso denn das?” fragte der kleine Kalli. “Das erkenne ich schon am Karton, der ist 0,5 cm zu breit!” entgegnete die Dame hinter dem Schalter gekonnt. Der kleine Kali schaute sie argwöhnisch an, holte aus und schlug dreimal kräftig mit der flachen Hand auf die Längsseite des Pakets, dass sich unter den verwunderten und erschrockenen Blicken der Angestellten auf das geforderte Packmaß zusammenstauchte. Kalli hakte nochmal höflich nach: “Sind Sie sich sicher? Messen Sie doch bitte nochmal genau nach!” Die Handtücher erreichten in gewohnter Paketoptik den Gast und der kleine Kalli erreichte durch beherzte Schläge etwas mehr Kulanz im Postverkehr.