Filmkritiken

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Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Pets 2”:

+ Story
+ Animation
– Klischees

Der neue Pets Streifen aus dem Hause Illumination Entertainment setzt im Jahr 2019 auf eine Menge Witz und detailgetreuer Animation. Die Welt der Haustiere wird im zweiten Teil noch intensiver beleuchtet und kommt mit einer – für einen Kinder-/Familienfilm – durchaus anspruchsvollen Story daher. Allerdings bedient der Film Klischees wie kein anderer. Während der dickliche Freund noch relativ harmlos als Gemütsmensch daherkommt, sind die Bösewichte Russen. Und auch die Geschichte vom bösen (russischen) Wolf wird erzählt. Und bei allem Klischeewitz fühlt man sich in die Zeit des kalten Krieges zurück versetzt. Wer dieses Gefühl und eine Menge Witz seiner Familie nicht vorenthalten möchte, der sollte definitiv ins Kino gehen.

7/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Avengers: Endgame”:

+ Kampfszenen
+ Charaktere
– langatmig
– teilweise unübersichtlich

Mit “Avengers: Endgame” kommt das große Endgame. Marvel hat alles auf Null gesetzt, eigentlich kann man sich das ganze Vorgeplänkel getrost sparen und sich nur diesen Film ansehen. Es begegnen dem Zuschauer sämtliche Charaktere und Storyteile aus dem gesamten Marvel-Universum und das bedeutet, dass es grundsätzlich von Vorteil ist, die einzelnen Filme zu kennen. Der Streifen selbst braucht mal wieder deutlich zu lange, um Fahrt aufzunehmen. Besonders gelungen ist der Endkampf. Der überzeugt nicht nur von den Effekten, sondern auch sonst filmtechnisch auf ganzer Linie und hätte gerne etwas länger ausfallen können.

7/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Der Fall Collini”:

+ Kamera
+ Schauspieler
– Längen

“Der Fall Collini” ist ein absolut gelungener deutscher Film, den man sich durchaus auch auf der großen Kinoleinwand zu Gemüte führen sollte. Die Handlung folgt streng der Romanvorlage von Schirach und besticht ganz besonders durch eine tolle Kameraführung. Die Story selbst erzeugt feinfühlig Spannung und schafft es – auch ohne große Action – über die vielen Längen hinweg zu helfen, die der Film mitunter hat. Die Schauspieler liefern durch die Bank überzeugende Leistungen und machen die Rollen sehr lebendig. Der Zuschauer wird förmlich in das Geschehen hineingezogen. Insgesamt eine gelungene Umsetzung, die in Sachen Qualität an die anderen Schirach-Verfilmungen anknüpft.

8/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Die Goldfische”:

+ Luisa Wöllisch, Axel Stein
– Story
– Überdreht

Die Goldfische ist ein Paradebeispiel für schwache deutsche Komödien. Während alte Heimatfilme noch einen gewissen Charme aufweisen, spielt der Film sowohl in Sachen Story als auch Acting jenseits von Gut und Böse. Die schauspielerischen Leistungen sind mit Ausnahme von einer überragenden Luisa Wöllisch und einem brillianten Axel Stein allesamt schlecht. Die Rollen werden – ähnlich wie die Story – weder ausgereizt noch hinreichend ausgefüllt. Der Streifen weißt weder die Finesse eines Kerkelings, noch den Witz eines Bully Herbig und auch nicht den Touché eines Schweighöfers auf. Insgesamt wirkt es wie die Abschlussarbeit von Filmhochschulstudenten, die das Thema “Behinderung” zielsicher in ein schlechtes Roadmovie verwandelt haben.

3/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Captain Marvel”:

+ Animationen/Details
+ Wendungen und gute Ideen
+ Story
– Ultra-Mega-Giga-Superkräfte

Willkommen zurück im Marvel-UNIVERSUM und die Betonung liegt diesmal eindeutig auf Universum. Mit Captain Marvel geht es auf eine intergalaktische Reise durch Raum und Zeit. Spannende Wendungen erwarten den Cineasten genauso wie detailreiche Animationen und ein gefälliges 3D. Wer schon immer mal wissen wollte, ob man in Sachen Superkräfte noch irgendwie die Krone aufsetzen kann: man kann. Superhelden, die eigentlich Sternenzerstörer sind scheinen geboren. Die Story ist gut, wenn auch fast nebensächlich. Es macht einfach – nach kurzen Anlaufschwierigkeiten – Spaß, sich der Welt von Captain Marvel hinzugeben. Für echte Marvel-Fans hält der Streifen natürlich noch mehr bereit, aber auch für die kurze Unterhaltung taugt der Film.
8/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Der Junge muss an die frische Luft”:

+ super Schauspieler
+ sympathische Umsetzung
+ nicht überzogen
+ Kamera und Farbgebung
– einiges im Unklaren

Mit “Der Junge muss an die frische Luft” kommt die Autobiographie von Hape Kerkeling auf die Leinwand und überzeugt auf ganzer Linie. Ein tiefer Einblick in das Leben des jungen Kerkeling und liebevolle Szenenbilder mit vielen tollen Details. Besonders die schauspielerische Leistung von Hauptdarsteller Julius Weckauf ist hervorragend. Die Darstellung ist nah am Leben und bietet einen realistischen Blick in die Welt des jungen Kerkeling. Nur an ein paar wenigen Stellen bleiben lose Enden, die sich – bewusst oder unbewusst – nicht auflösen.

8/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “100 Dinge”:

+ Grundidee
– nur Trailerwitze
– kein roter Faden

Die Idee der Konsumkritik in eine Film zu packen ist aller Ehre wert. Leider bleibt es bei “100 Dinge” bei der Idee. Klischeebeladen kommt der neue Film mit Schweighöfer daher und bringt langatmig nicht mehr als ein paar Trailerlacher, viel nackter Haut und einer schnöden Liebesgeschichte rüber. Wer mehr erwartet, wird enttäuscht.

4/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Das krumme Haus”:

+ Gutes Setting
+ Detailreichtum
+ Stimmung
– Längen

Mit dem Film “Das krumme Haus”, der auf einem Roman von Agatha Christie basiert, kommt ein ganz und gar gefälliges Werk auf die Kinoleinwand. Die Figuren und Orte sind liebevoll und teils skurril und schrill ausgestaltet und lassen kaum Wünsche offen. Insgesamt bietet die Umsetzung einen würdigen Rahmen und lässt, bis auf einige Längen zu Beginn des Films, kaum Wünsche offen. Mitraten ist ebenso möglich wie sich hineinziehen lassen in eine andere Welt.

8/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Plötzlich Familie”:

+ Neue Idee
+ Witzig
– teilweise keine klare Richtung

Der Film “Plötzlich Familie” zeichnet die Höhen und Tiefen von Adoption und Familientragödien. Dabei gelingt es den Schauspielern neben den vielen lustigen Momenten durchaus auch Tiefgang und bewegende Fragen über die Leinwand zu schicken. Einige schrullige Charaktere lassen den Film im gewohnten Hollywoodstil erscheinen und bieten Abwechslung ohne allzu sehr zu stören. Leider ist für den Zuschauer nicht immer der rote Faden der Story erkennbar. Wer Fixer Upper Fan ist, der sollte sich den Film ohnehin ansehen, für alle anderen ist er eine willkommene Abwechslung vom eigenen Familienalltag und wartet mit einer gänzlich neuen Filmidee auf, was inzwischen eher selten geworden ist.

7/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Der Grinch”:

+/- 3D- Effekte
+ Detailreichtum
– sehr dick auftragend
– Potential vergeben

Der Animationsfilm “Der Grinch” ist ein riesen Spaß für Kinder. Erwachsene werden den Film mit gemischten Gefühlen ansehen. Neben dem überwältigenden Detailreichtum, mit dem der Streifen aufwartet, bietet er nur mäßige 3D-Effekte. Dabei bietet “Der Grinch” für 3D-Effekte und gute Witze jede Menge Raum, der letztlich leider nicht genutzt wird. Da helfen auch die an Agnes angelehnte Figur der Cindy-Lou, die deutsche Grinch-Stimme von Otto Walkes und der lustige Hund Max nicht. Die bekannte Story im neuen Animationsgewand bietet eine nette Unterhaltung, trägt aber insgesamt zu dick auf.

5/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Der Vorname”:

+ gute schauspielerische Leistung
+ sehr gute Kamera
+ Story 
– teilweise überdreht

Mit “Der Vorname” kommt ein Kammerstück auf die Kinoleinwände der Nation, das seines Gleichen sucht. Die Story legt den Finger auf Fragen, die den Nerv unserer Gesellschaft treffen. Ein wunderbar aufwühlendes Stück, dass kein noch so heißes Eisen auslässt. Sämtliche gesellschaftlichen Problemfelder werden beackert und dabei herrlich grotesk rübergebracht. Die vielen Anspielungen würzen die kurzweilige Darbietung und überdecken, wenn er denn aufkommt, den Geschmack der Übertreibung. Ganz klar handelt es sich bei “Der Vorname” um einen Diamanten der deutschen Kinogeschichte, der im Stile von “Der Gott des Gemetzels” brilliert.

10/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “MEG – Biss bald”:

+ gute Effekte
+ gutes 3D
+ solider Erzählstrang 
+ nette Ideen
– teilweise seicht

Für einen Hai-Trash-Film bietet MEG jede Menge Unterhaltung, Abwechslung und vor allem Story. Gewürzt mit flotten Sprüchen und Jason Statham wird dem Zuschauer gute Unterhaltung geboten. Verglichen mit anderen Hau-Filmen kommt dieser verhältnismäßig realistisch daher. Dabei überzeugt auch das 3D und der Film lässt mit seinen Effekten zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen. Nur hier und da nähert sich die Erzählung dem Ufer und verdeutlicht, dass es sich um eine seichte Form der Unterhaltung handelt. 

8/10 Punkten