Filmkritiken

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Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere”:

+ Detailverliebtheit der Bilder
+ tolle Schlachten
+ gutes und trauriges Ende
– mittelmäßige 3D-Effekte

Endlich mal wieder ein Film, bei dem auch die Guten sterben und am Ende eben nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Der Streifen beginnt mit dem spektakulären Angriff Smaugs gegen die Menschenstadt und endet mit einer spektakulären Schlacht vor den Toren Erebors. Was dazwischen passiert? Es wird gekämpft, durchgedreht und mit den Säbeln gerasselt. Eine tolle Maske und viel Liebe zum Detail sorgen für ein unvergessliches, bildgewaltiges Kinovergnügen. Auch wenn es bei all den tollen Bildern ein Jammern auf hohem Niveau ist, so haben im Vergleich zu den ersten beiden Teilen die 3D-Effekte etwas nachgelassen. Aber darüber kann man getrost hinwegsehen und sich das Popkorn schmecken lassen, wenn Zwerge auf Widdern und Ebern reiten. Und Dank Blutarmut ist der Film auch für Familien und kleine Hobbits geeignet. Wie immer die Empfehlung sich die Hobbitfilme in 3D und HFR im Kino anzusehen.
Insgesamt und nicht zuletzt aufgrund des nicht vorhandenen Happy Ends, stolze
8/10 Punkte

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Bonkos’ kurze Filmkritik zu “The Equilizer”:

+ gute Story
+ ordentliche Laufzeit (128 Minuten)
+ gute Schauspieler
+ nette Ideen in Sachen Mordwerkzeug
– nicht das gesamte Potential ausgeschöpft
– kommt anfangs nicht recht in Fahrt
– leichter Hang zur Theatralik

Um es vorweg zu nehmen: Der ideale Film für einen Männerabend. Endlich mal eine neue Idee in Sachen Action-Thriller und nicht die immer gleiche Leier. Der Film erinnert von seiner Botschaft etwas an “The Boondock Saints” punktet aber mit eigenständiger Story. Obgleich eine Adaption einer Krimi-Serie aus den 80igern, überzeugt der Streifen als eigenständiger Film. Leider schien Jason Statham keine Zeit gehabt zu haben, sodass die Wahl auf Denzel Washington fiel und somit der preudo-intellektuelle Theatralikteil ein gewisses Gewicht bekommen hat, was teilweise über den Bedarf in einem Action-Thriller hinaus geht. Was fehlt? Ganz klar: Frauen. Aber dafür spart der Film auch an einem überzogenen Happyend. Die Personen werden lange eingeführt, was den Einstieg zwar erleichtert, aber auch etwas schleppend wirkt. Auf jeden Fall lohnt es sich den Film anzuschauen und für Baumarktgänger (Zielgruppe) ist dieser Streifen natürlich ein muss.
8/10 Punkten20.10.2014

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Mission: Impossible – Rogue Nation”:

+ gute Actionszenen
– dünne Story
– wenige Sprüche
Ein durchaus durchschnittlicher Actionfilm, der sich wunderbar in die Filmreihe einfügt, aber leider
keinerlei Highlights enthält. Die Actionszenen vermögen zwar zu überzeugen, dafür hakt die Story
an allen möglichen Punkten und kommt um allzu unrealistische Szenen nicht herum. Schade
eigentlich. Da wäre deutlich mehr drin gewesen. Ein typischer “Kopf-aus-Bier-auf-Film”. Lohnt
sich ein Kinobesuch? Eher nicht, ein alter James-Bond Streifen bietet mehr.
Insgesamt
6/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “22 Jump Street“:

– flache Witze
– langweilige Story
– keinerlei Konzept
Ich möchte gerne eindringlich vor diesem Film warnen. Stupider Humor und
schlechte schauspielerische Leistungen sind ja durchaus nichts
Ungewöhnliches bei derartigen Filmen, doch dieser Streifen topt alles.
Nüchtern nicht zu ertragen und selbst nach dem Genuss von Alkoholika
durchaus eine Herausforderung. Jeder andere Teenie-Klamauk-Film ist
bessere Wahl. Gnadenpunkte nur für die derart schlechte Inszenierung, dass
es schon fast guinnessbuchverdächtig ist.
2/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “One Chance – Einmal im Leben“:

+ authentische Darstellung
+ nette Einblicke
– kein Mehrwert
Wer sich für das Leben von Paul Potts interessiert und einmal nähere
Einblicke in verborgene Talente erhalten will, der sollte sich diesen ruhigen
und unterhaltsamen Film zu Gemüte führen. Nichts weltbewegendes aber
auch nicht gänzlich uninteressant. Ein bisschen Tellerwäscher, ein bisschen
hässliches Entlein und ein bisschen langweilig. Insgesamt
6/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu „Wir sind die Neuen“:

+ Witz
+ Idee
+ Besetzung
– zu kurz

 
Und es gibt ihn doch: den sehr guten deutschen Film. Regisseur Ralf Westhoff bringt mit „Wir sind die Neuen“ neben jeder Menge guten Witze und satten Sprüchen auch neue Hoffnung in die Kinosäle der Republik. Mit einer Mischung aus „13 Semester“, „Lammbock“ und der humoristischen Härte von „Stromberg – Der Film“ katapultiert sich diese Perle des deutschen Films an die Spitze der Liste an sehenswerten Filmen.Fernab der Blödelei a la Schweighöfer und Schweiger gelingt hier ein Streifen, der neben einer neuen Story auch neue Witze liefert, ohne dabei sich selbst der Lächerlichkeit preiszugeben. Komisch – ja; Kindisch – nein. Mit viel Liebe zum Detail wird ein Experiment beschrieben, das zugleich gesellschaftliche Probleme aufzeigt; Was passiert, wenn moderne WG und 68-iger WG aufeinandertreffen? Wie hat sich die Gesellschaft verändert und was verbindet die Generationen? Der Film hat es faustdick hinter den Ohren und verdient es, gesehen zu werden. Einziger Kritikpunkt: 91 Minuten sind definitiv zu kurz!

9/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“:

+ skurril
+ witzig
+ herrlich schräg
– an einigen wenigen Stellen an der Grenze zu albern
Ein herrlicher skandinavischer Film, der alles mitbringt, was eine skurrile Geschichte
über einen Hundertjährigen enthalten muss. Jede Menge guter Humor, merkwürdige
und schräge Typen und nicht zuletzt den gewissen Tiefgang. Ein Streifen der wunderbar
in die Reihe von „Adams Äpfel“, „Dänische Delikatessen“ und „Am Ellenbogen“ einfügt. Je
oller desto doller – und der Film ist doll! Absolute Empfehlung. Unbedingt anschauen!
9/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu „Saving Mr. Banks“:

+ liebevolle Umsetzung
+ Details und Hintergründe zu Mary Poppins
– Hang zur Dokumentation
– keine Spannung
Für echte Mary Poppins Fans ein muss, für alle anderen ein netter Film. Mit Tom Hanks
als Walter Disney ist eine super Besetzung gefunden und es macht Spaß in die Welt des
Disney Begründers einzutauchen. Auch die Lieder aus Mary Poppins und der Weg zum
Singfilm werden nah an den historischen Ereignissen dargestellt. Eine verbissene alte
Dame, die sich durch die traumhafte Welt von Disney erweichen lässt, oder auch nicht,
wird zur Nervenprobe für alle Beteiligten. Man kann nur froh sein, dass es am Ende doch
zur Verfilmung kam. Eine nette Unterhaltung, die besonders für Disneyfans sehenswert
ist.
6/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu „Stromberg – Der Film“:

+ klasse Sprüche
+ geniale Handlung
(-) Fremdschämfaktor
Da geht der Fremdschämfaktor durch die Kinodecke! Aber wer sich ein Kinoticket für
Bernd Ekelpaket Stromberg löst, der fährt ohnehin darauf ab. Bissige Sprüche, eine
klasse Handlung und trotz etlichen TV-Staffeln noch jede Menge neue Ideen. Das ganze
gepaart mit den bekannten Figuren und den pfiffigen Wendungen machen den Kinofilm
zum würdigen Abschluss einer genialen Serie. Der Serienfan wird keinesfalls enttäuscht
sein, der Film reicht locker an die ersten Folgen Stromberg heran und braucht sich als
deutsche Produktion keinesfalls verstecken.
Für den Papa gibt es deshalb
10/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu „Monuments Men“:

+ kurzweilig
+ historischer Hintergrund mit aktuellem Bezug (Kunstschatz)
+ – George Clooney
– Story ist schnell erschöpft
– wenig monumental
Anders als der Titel vermuten lässt, ist der Film wahrhaftig kein monumentales
Meisterwerk der Hollywoodfabrik. Doch eines ist der Streifen ganz sicher: eine nette
Unterhaltung. Auch wenn George Clooney sich in seiner Rolle wohl am besten gefällt,
überzeugen die Schauspieler allesamt mit ihren Leistungen. Und neben dem aktuellen
Bezug zu den Kunstschätzen aus der Nazi-Zeit, bietet der Film doch allerhand
historische Fakten. Dafür ist die Story relativ schnell erschöpft und die Spannungskurve
ist eher flach gezeichnet. Ein typischer Sonntag-Nachmittag-Film.
7/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Wolf of Wall Street”:

+Dialoge
+Nähe zu den Figuren
+Thema
-Länge
-etwas wenig Handlung
Wolf of Wall Street ist eine eindrucksvolle Filmbiografie von Jordan Belfort, der souverän und
mit einigen Finessen von Leonardo DiCaprio gespielt wird. Besonders auffällig ist dabei, wie
nah man an das Leben des Protagonisten herangeführt wird. Drogenkonsum und
Frauengeschichten werden auf genialste Weise in Szene gesetzt. Und doch merkt man, wie
sehr die Rolle Leonardos Catch me if you can Auftritt ähnelt. Vom gefallenen Millionär, vom
Mr. Cool. Die Dialoge ähneln vom Wortschatz zwar Pulp Fiction, allerdings in einer Genialität
umgesetzt, dass sie es mit Quentin Tarantino Film aufnehmen können. Es macht Spaß dem
wilden Leben beizuwohnen und zu erkennen, dass auch Reiche Menschen Probleme haben.
Ganz nebenbei beleuchtet der Film Börsenspekulationen und Maklergeschäfte und ist damit
aktueller wie kein anderer Streifen. Allerdings sollte man sich den Tag für den Kinobesuch
gut aussuchen, da man mental auf 3 Stunden Koks und Nutten gefasst sein sollte. Der Film
bietet viel Abwechslung, eine klasse Geschichte und überdurchschnittlich gute Dialoge,
sowie eine hervorragende schauspielerische Leistung.
9/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Der Medicus”:

+Bühnenbild
+Handlung
+Schauspieler
-Länge
Nicht nur für Medizinstudenten ist der Medicus ein absolutes muss, auch Cineasten sollten
sich den Streifen auf der Leinwand anschauen. Popkornkino im historischen Gewand mit der
richtigen Mischung aus Historik, Liebesszenen, Wissen und Gemetzel. Der Film bietet die ein
oder andere blutige Detailaufnahme, bemüht sich aber stets realistisch zu bleiben. Auch der
Konflikt zwischen Religionen und Medizin kommt gut zum Tragen. Eine tolle Verfilmung, die
fernab von Hollywood eine absolut sehenswerte Welt auf die Kinoleinwand zaubert. Wer
keine Eingeweide sehen kann, der sollte zumindest nicht mit leerem Magen das Kino
aufsuchen.
8/10 Punkte