Filmkritiken

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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Zero Dark Thirty“:

+ absolut realistisch
+ Effekte
+ Erzählweise
+ nicht überladen mit Originalaufnahmen
+ keine typisch amerikanische Heldengeschichte
Vielleicht der realistischste Film, der jemals ein Hollywood-Studio verlassen hat. Eine packende und
bis zum Schluss spannende Geschichte über die Suche nach Osama Bin Laden. Ohne überladene
Spezialeffekte zeigt der Film harte und brutale Realität, ohne dabei zu sehr über die Stränge zu
schlagen. Dabei wird zu meiner Verwunderung weitgehend auf eine Verherrlichung amerikanischer
Helden verzichtet. Alles in allem ein Film, der eine tolle detailgetreue Abbildung der historischen
Geschehnisse darstellt, dabei mit einer runden Story (drumherum) glänzt und unter die Haut geht.
Nichts für Zartbesaitete aber definitiv sehenswert. Ähnlich gut mit mehr Hollywood: „Der Mann der
niemals lebte“. Abzüglich „zu viel“ Realität und Dokunähe (nichts für einen gemütlichen Kinoabend),
um ein Unterhaltungsfilm zu sein – ein hammer Film:
8/10 Punkten

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben“:

+ Action
– Handlung (weniger als keine und die schlecht)
– überflüssige Szenen
– Kameraführung (zu unruhig)
– schlaffe Sprüche
– miese schauspielerische Leistungen

 
Unterm Strich stirbt der Zuschauer im Kinosessel an einer furchtbar schlechten Handlung, die von
noch schlechterer Schauspielkunst noch schlechter rüber gebracht wird als ohnehin nicht zu
erwarten war. Und das gemessen an Action-Film-Niveau. Man fragt sich, wie es dieser Streifen
durch die Post-Production geschafft hat. Selbst die lockeren Sprüche wirken aufgesetzt und
gezwungen und ehe man sichs versieht ist das mehr als unrealistische Finale vorbei. Es fehlt an
allem,einzig kaputte Autos gibt es im Überfluss. Ich empfehle statt des Films lieber den tollen
Trailer zu schauen und es dabei zu belassen.
Um es mit Wallenstein zu sagen: „Das war kein Heldenstück, Octavio!“
4/10 Punkte

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Parker“:

+ Action
+ Action
+ Action
+ Sprüche
+ Jason Statham
-/+ Brutalität
-/+ Handlung (war mehr drin)
– Kameraführung

 
Ein Action-Film wie er im Drehbuch steht. Wer Statham Filme mag, wird ihn lieben. Satte Sprüche,
jede Menge Action und eine Kampfsau als Hauptdarsteller. Keine unnötige Bettgeschichte,
dennoch punktet der Film mit tollen Aufnahmen von Jennifer Lopez Für Romantiker ist der Streifen
dennoch nichts, das Blut fließt in der Nah- und Notaufnahme in Mengen. Die Story ist gut, hätte
aber mit noch ein paar mehr Kniffen aufwarten können und man wünscht sich an manchen Stellen
mehr. Auch Dank genialem Ende:
8/10 Punkte

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Schlussmacher“:

– Idee – schlechte Witze – schlechte, vorhersehbare Handlung – Schleichwerbung + Milan Peschel Als Werbefilm für die neue A-Klasse von Mercedes durchaus gelungen, als Kinofilm mit Handlung aber durchgefallen. Schlechte Witze in einer gefühlt schon 1000-fach dagewesenen Handlung, die gespickt ist mit erwartbaren und durchschaubaren Wendungen. Wer gerne schlechte Dialoge mitspricht und auf völlig überladenes „Was ist wahre Liebe“-Getue steht, wird gut aufgehoben sein, für alle anderen ist der Film wohl eher eine Qual, die man höchstens durch die schauspielerische Leistung von Milan Peschel als „Toto“ erträgt, wobei auch er die falsche Rolle abbekommen hat und besser einen Schwulen gespielt hätte. Was erwartet man auch von einem Schweighöfer Film? Ab in das Regal der schlechten deutschen Verfilmungen mit dem Vermerk Mercedes A-Klasse. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass man die neue A-Klasse zu Gesicht bekommt? Nein, also im Film sieht man die neue A-Klasse von vorne, von hinten, von oben, von unten, eben von Mercedes. Wie viele Punkte kann man einem schlechten Film eines exhibitionistischen Schweighöfer, der wohl am liebsten einen ****** abgedreht hätte? – Keine! Für die tollen Mercedes A-Klasse Bilder gibts allerdings noch:

3/10 Punkte

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Django – Unchained“:

– stellenweise unpassende Musik
– kleine Storyhänger (Stellen an denen der Film schon vorzeitig hätte enden können)
+ Dialoge
+ Botschaft und behandeltes Thema
+ gute Filmfärbung
+ klassische Tarantino Elemente
+ perfekte Mischung aus Spannung, Epos, Dialogen, Aktion,…
+ überragender Waltz
Der klassische Western Film hat ausgedient und verstaubt in den Regalen. Der Wilde Westen taugt
nicht mehr als Filmvorlage. Wirklich? Quentin Tarantino beweist mit Django unchained mehr als das
Gegenteil. Mit einem überragenden Waltz macht jede Minute des Films Spaß. Und auch wenn das
Blut fließt, sind es doch die genialen Dialoge, die das Leinwanderlebnis so besonders machen. Eine
durchdachte Geschichte, die noch dazu wirklich tiefgründig und gesellschaftskritisch ist, wartet
auf den Zuschauer, der dabei die Zeit (3 Stunden) völlig vergessen darf und am Ende nur noch
mehr sehen möchte. Hier gibt es jede Menge zu entdecken: toll gezeichnete Charaktere, packende
Bilder, Szenen, die nachdenklich stimmen, Schießereien und unglaublich coole Cowboys. Tarantino
spielt hier in einer Liga, in der er meines Erachtens völlig alleine steht und mit Waltz einen Meister
der Umsetzung gefunden hat. Alle anderen Filmemacher dürfen gerne zuschauen, so sieht
Leinwandzauber aus. Einzig an ein paar Stellen war die Filmmusik etwas unpassend und eine Szene
wirkte auf mich etwas übertrieben (Kapuzenstreit).
Mit Dank an Waltz:

10 /10 Punkte
PS: Filmfehler gefunden; Brunhilde hat 5 Peitschenabdrücke am Rücken, es ist jedoch von nur 4
die Rede. Passiert

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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Herr Wichmann aus der dritten Reihe“:

Ein mehr als gelungener Film, der dem Zuschauer einen tollen Einblick in das Leben eines Landtagsabgeordneten gibt. Man weiß zweitweise nicht, ob man Lachen oder Weinen soll, aber eines zeigt der Film auch: teilweise ist Politik so, wie man sie sich vorstellt und teilweise ist es noch viel schlimmer. Trotz, dass es sich um einen Dokumentarfilm handelt, ist das Werk filmtechnisch fast ein kleines Highlight. Mal was anderes als Balleraction oder Schnulze. Kurzum: Ein klasse Film, der in jeder Klasse gezeigt werden sollte und natürlich besonders Wahlmuffeln wärmstens empfohlen sei. Für politisch interessierte sowieso ein Muss! Für solch authentische und echte Einblicke gibt es satte

8/10 Punkte

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Der Hobbit“:

+3D Erlebnis
+Effekte
+Landschaftsaufnahmen
+Aktion
+Storyboard
+/-Surreale Bilder
-Schauspielerische Leistung
Gleich vorweg: Fantastischer Film, wahnsinniges Kinoerlebnis. Peter Jackson gelingt es auf
unglaubliche Art und mit neuer Technik das 3D Kino salonfähig zu machen. Gestochenscharfe
Aufnahmen ohne das leidige „Such den scharfen Punkt im Raum Spiel“. Man sitzt mitten drin. Die
Speialeffekte und Landschaftsaufnahmen etc. runden das einzigartige Erlebnis ab. Dabei kommen
vor allem Action-Freunde nicht zu kurz, wobei auf ein anständiges realistisches Maß an Action
geachtet wurde. Der Film nimmt sich Zeit, das merkt man besonders am Anfang. Es dauert etwas
bis er an Fahrt aufnimmt, aber tolle Bilder und die Gewissheit, dass ein noch längeres Abenteuer
warten, verzeihn dies gerne. Ein kleiner Kritikpunkt lässt die schauspielerische Leistung vor allem
zu Beginn des Films etwas zu wünschen übrig. Aber spätestens nach einer halben Stunde Film
blühen auch die Schauspieler in Ihren Rollen auf. Besonders gelungen: Gollum! Die neue Technik
überzeugt, fordert aber Maske und Bühnenbild auf’s äußerste heraus. Es entstehen teilweise
surreale Bilder/Bewegungen, die bei „Der Hobbit“ klasse gemeistert wurden und schön fantasymäßig
wirken.Aber man darf gespannt sein, ob andere Produktionen diese Hürde ebenfalls mit
Bravour nehmen. Bleibt zum Schluss jedem Kinomuffel zu raten: unbedingt anschauen!!!
Für eine unvergessliche Reise in eine andere Welt, gibt es von mir mehr als verdiente
10/10 Punkte

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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Der Hobbit – Smaugs Einöde“:

+Kamerafahrten (kilometer lang)
+Fantasy so weit das Auge reicht
+Kinoerlebnis
-im Düsterwald nix neues (Story hängt im Spinnennetz)
-lasche Witze

Der Titel trifft es schon ganz gut, denn storytechnisch herrscht bisweilen erstmal Einöde. Der Weg ist das Ziel und die Stationen dahin sind gesät mit alten bekannten. Spinnen, Werwölfe, Elben, Menschen, Orks und ein Fantasy-Venedig. Alles irgndwann irgendwie schonmal dagewesen. Den Ratschlag „Man sollte keine schlafenden Drachen wecken“ kennt man, ebenso wie die Spinnen schon aus Hogwarts und störendes Geschwätz in den Kinosesseln hinter einem, lässt einen zumindest nichts wichtiges an Handlung verpassen. Hier und da eine Schrecksekunde, ansonsten wird einem von jeder Figur, die auf der Bildfläche erscheint die kurze und simple Handlung erklärt. Es rächt sich im zweiten Teil, dass man ein 400 Seiten Buch in einer Triologie abhandelt. Wo der erste Teil mit tollen neuen Ideen punkten konnte und grandiosen Wendungen, da blickt der zweite Teil in die Röhre. Wobei der Ausblick ganz famos ist, die Aufnahemetechnik, die man schon aus dem ersten Teil kennt, glänzt auch hier mit überragenden Bildern. Nahaufnahmen und endlose Kamerafahrten satt, lassen das Herz des Kinobesuchers höher schlagen. Aber Bildgewalt allein macht eben noch keinen guten Film aus. Die Sprüche und Witze sind zuweilen flach und es fehlt der nötige Pfiff. Am Ende gibt es einen unnötigen Cliffhanger, den man im ersten Hobbitfilm so herrlich ausgelassen hatte. Und auch das Warten auf eine versteckte Szene nach dem Abspann blieb beim zweiten Teil unhonoriert. Fazit: Wer ein Meisterwerk der Filmgeschichte sehen will, der sollte sich den ersten Teil auf DVD kaufen. Wer hingegen bildgewaltige Szenen anschauen mag und dabei keinen Wert auf eine ausgereifte Story legt, der kann hier die Gelegenheit nutzen und im Kino die Technik des 21. Jahrhunderts bestaunen. Ein Film der leider weit hinter den Erwartungen und auch dem Potential zurückbleibt. Das war wohl nix.
7/10 Punkte

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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Prince Avalanche“:

Um es wirklich kurz zu machen und mit den Worten des Filmes selbst zu beschreiben: „So überflüssig wie Männertitten“.
0Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu „World War Z“:

+Schockmomente
+Spannung/Nervenkitzel
+überraschende Elemente/Wendungen
-keine neuen Ideen
-teilweise zu rasante Kameraführung

„World War Z“ ist ein Zombiefilm. Ein zugegeben guter Zombiefilm aber nicht mehr und nicht weniger. Ein Familienvater, der früher einen Superberuf hatte und jetzt wieder die Welt retten soll, sich dabei durch Zombiebesetzte Gebiete kämpft und den Bissen dauernd nur knapp entkommt. Die Rettung ist ein Impfstoff in einem Labor, wer hätte das gedacht? Die Story bietet wahrlich keine Innovationen und bewegt sich irgendwo zwischen „I am Legend“ und „Shawn oft he dead“. Dabei liefert der Film die nötige Spannung und dauerhaften Nervenkitzel zweifelsfrei ab. Hat einige sehr gut gelungene Stellen und tolle 3 D Schock-Effekte. Einige Schnitte sind zwar zu schnell, sei dem Regisseur aber verziehen. Wer eine Neuauflage eines klassischen Zombiefilms sucht, der wird hier fündig. Aber letztlich vermag es auch ein Brad Pitt nicht, diesem Zombiefilm das gewisse etwas zu verleihen, der den Streifen von der Masse abzuheben vermag. Vor allem der durchgehenden Spannung verdankt der Film:
7/10 Punkte

 

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Ich einfach unverbesserlich 2“:

+mehr Minion-Action
+neue gute Story
+witzige Szenen
+knuddelige und süße Momente
-nicht FLAUSCHIG!!!Der zweite Teil von „Ich einfach unverbesserlich“ kommt mit viel Witz und jeder Menge Minions daher. Die lustigen Ü-Ei-Männchen haben noch mehr Platz auf der Bildfläche und katapultieren den Film in unerreichte Lacherregionen. Wer den ersten Teil möchte, wird den zweiten lieben! Unglaublich goldig, knuffig aber leider nicht flauschig. Ein Film für die ganze Familie und natürlich für den ganz persönlichen Lachkrampf. Wer hier harter Kerl bleibt, hat ein Herz aus Stahl!
Nichts wie rein ins Kino!
Satte 9/10 Punkte

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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „cloud atlas“:

– roter Faden
– Maske
– Handlung
– Bühnen/Szenen
– Message
+ Übergänge zwischen den fünf Geschichten / Zusammenschnitt
+ Ideen/Inszenierung der Zukunft
Bis der Film in die Gänge kommt vergehen fast die gesamten drei Stunden. Ich habe das Buch zwar
nicht gelesen, finde aber, dass ein Film eben ein Film ist und nicht Vorwissen erwarten darf. Die
Maske ist total schlecht. Die Idee einen Film mit nur 5 Schauspielern zu drehen gab es schon, oder
war Monty Python Co-Produzent? Die schauspielerische Leistung hält sich ebenfalls in Grenzen.
Vom epochalen Meisterwerk ist cloud atlas Meilen entfernt. Hier und da zeigt er Potential zu einem
guten Streifen, schafft den Sprung dahin jedoch nie. Tieferen Sinn sucht man vergebens, die
Botschaft lautet „alles kehrt immer wieder / alles ist im Gleichgewicht / das Unterbewusstsein
nimmt den Kreislauf des Lebens wahr / alles ist mit allem verbunden“ und wirkt als hätte man
nichts besseres gefunden – dafür wird einem diese Botschaft in jeder denkbaren und undenkbaren
Minute des Films aufgedrückt. Dieses „Blabla“ kommt nicht einmal gegen den billigsten Disney Epos
a la „die Liebe ist das Größte“ oder „Kämpfe für deine Träum“ an. Die Werbetour von Hanks und
Berry war mehr als nötig und ich sehe Hanks‘ Kommentar zu Wetten, dass…? nun als pure Ironie
an! Was bleibt am Ende? Fünf nette Geschichten, die -zugegeben- gut zusammengeschnitten sind
und mit tollen Übergängen und Verflechtungen aufgewertet werden. Aber definitiv kein Kino,
geschweige denn ein Blockbuster.
Punkte: 4/10 (wohlwollend)