Filmkritiken

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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „La La Land“:

– öde Story
– schlechte Lieder
– kaum Witz
+ gute Kamera
+ nettes Bühnenbild/gute Maske

Egal wie viele Preise dieser Film abgeräumt hat (u. a. Golden Globes) und noch abräumen wird (Oscars), es ist ein ödes Dahinplätschern an schlechten Liedern. Wer statt 128 Minuten seines Lebens nur kurz sehen möchte, um was es geht und wie der Film hätte gut werden können, der schaut sich einfach den Trailer an. Darin sind alle Dialoge und guten Szenen enthalten. Im Film kommen lediglich ein paar längen hinzu. Die Idee, die bunte Warner Brother Filmwelt in den Kinosaal zu transportieren, bleibt leider im Ansatz bzw. den ersten Filmminuten stecken. Dabei geben sich Bühnenbild und Kamera (alles preislos übrigens) viel Mühe und kicken den Film in Richtung „The great Gatsby“. Doch leider schnarchen die Lieder in dem Jazz-Musicalfilm nur so vor sich hin. Zum Ende hin gelingt es dem Drehbuch zumindest noch, das totale Fiasko zu vermeiden. Ein – wie so oft bei „ausgezeichneten“ Filmen – völlig überbewertetes Stück Leinwandtraum. Eher so lala als wirkliches La La Land Kinoerlebnis. Wer eine gute Musicalverfilmung sucht, der greift zu „Mamma Mia!“. Wer eine Mann-Frau-Komödie sucht mit musikalischer Daueruntermalung, der schnappt sich „Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können“. Der Büroalltag von Herrn Müller aus dem Stadtarchiv ist jedenfalls mindestens genauso aufregend wie „La La Land“.

4/10 Punkte

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Vier gegen die Bank“:

+ charmante Geschichte
+ keine Längen
+ gute Schauspieler
– keine neuen Ideen
– kein Meisterwerk

Ein – immerhin – solider deutscher Film mit vielen bekannten Schauspielern. Und genau darin liegt wohl auch die stärke des Streifens. Die Schauspieler machen bei einer eher mageren Story einen wirklich guten Job. Dabei nehmen sie sich selbst nicht ernst, sondern spielen mit ihren Klischees. Gewürzt mit etwas Witz macht es den Film zu klasse Unterhaltung. Im Film passiert ständig etwas, sodass keine Längen aufkommen. Gleichwohl ist die Story platt und bietet keine Neuerungen in Sachen Bankraub. Alles in allem ein lustiger Film.

7/10 Punkte

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Rogue One: A Star Wars Story“:

– schleppender Anfang/Story
– zusammengeklaute Elemente
– 3D-Effekte
+ Kamera
+ Einbettung in die Saga

 

Mit Skepsis saß ich im Kino und die ersten Minuten waren schrecklich. Die Story wirkt zu Beginn wenig durchdacht und alles erscheint fad. Doch nach und nach nimmt der Film Fahrt auf und konnte mich insbesondere zum Ende hin von seiner Qualität überzeugen. Letztere liegt definitiv nicht im 3D. Dabei bieten sich Raumschiffe und dergleichen doch geradezu an für Pop-outs. Schade. Wer einmal eine bunte Mischung aus allen möglichen Star Wars Elementen auf der Leinwand möchte, kommt hier auf seine Kosten. Insbesondere das Imperium marschiert in allen bekannten Variationen auf. Zwar geht es – Überraschung! – mal wieder um den Todesstern, eine bekannte Familienstory und viel Pathos, aber irgendwie ist es am Ende doch verziehen. Besonders gelungen sind der „neue“ Droide, die Abwesenheit der Macht, das Ende und die Verknüpfung zu Episode IV. Kurzum: Am Anfang flop – am Ende top. Und für ausbleibende Happy Ends gibt’s bei mir ohnehin immer Punkte.

 

8/10 Punkte

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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“:

+ Effekte
+ schönes „Universum“
+ Kamera
– Charaktere
– zu Beginn zu eindimensionale Story

Eine zauberhafte (!) Welt mit tollen Effekten und einer netten Geschichte sowie den vermutlich deppertsten Filmtitel aller Zeiten, das alles bietet „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Die Geschichte beginnt sehr flach und eindimensional, sodass der Zuschauer lange Zeit nicht genau weiß, wo die Reise hingehen soll. Doch irgendwann reist einen die Mischung aus Harry Potter und Pokemon einfach mit. Insbesondere die Zaubereffekte sind liebevoll gemacht, ebenso die Kulissen. Der Streifen versprüht seinen ganz eigenen Charme und macht Lust auf mehr. Leider hat man es bei den Charakteren etwas zu doll getrieben, sodass man zeitweise das Gefühl hat, dass nur Personen mit psychischen Problemen vor der Kamera stehen – aber welcher Zauberer ist schon normal?! Alles in allem aber ein durchaus gelungener Streifen, der in eine ganz wundersame Welt einlädt.

9/10 Punkte

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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Willkommen bei den Hartmanns“:

+ gute schauspielerische Leistungen
+ abwechslungsreich
+ vielschichtig
– stellenweise etwas übertrieben

„Willkommen bei den Hartmanns“ ist seit langem mal wieder ein deutscher Film, der fernab von „Keinohrhasen“ und „Männerherzen“ einmal echte Familienunterhaltung auf die Leinwand zaubert. Dabei bietet der Film – teilweise stark überzeichnete – Einblicke in einen deutschen Haushalt und nimmt ganz nebenbei die aktuelle Flüchtlingsdebatte mit, ohne gezwungen zu wirken. Toll sind auch die schauspielerischen Leistungen. Jeder einzelne Darsteller zeichnet die Charakterzüge der gespielten Personen wunderbar. Mit dem entsprechenden Witz gefärbt und mit zahlreichen skurrilen Szenen gewürzt bietet der Film abwechslungsreiche Minuten. Gerne mehr davon, sowohl im Kino als auch am Sonntag Nachmittag im TV-Programm! Unter Berücksichtigung, dass es ein deutscher Unterhaltungsfilm ist und die wenigen stark übertriebenen Szenen außen vor gelassen:
9/10 Punkte

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Doctor Strange“:

+ überzeugendes 3D
+ unterhaltsam
+ gute Kameraführung
+ schöne Actionszenen
– ausbaufähige Story
– bekannte Ideen

Doctor Strange ist ein unterhaltsamer Marvel-Film, der ansonsten mit einer guten Kameraführung und in sich stimmigen Actionszenen für einige nette Minuten vor der Leinwand sorgt. Die Story ist eigentlich gut, hat aber Potential zu mehr. Trotz langer Hinführung werden einige wichtige Punkte erst im Laufe des Films bekannt gegeben und der Zuschauer überrumpelt. Auch kommen dem Betrachter viele Elemente bekannt vor. Angefangen bei asiatischen Großmeistern über sich verzerrenden Welten bis hin zu Portalen in andere Zeiten hat man das Gefühl, es schonmal gesehen zu haben. Alles in allem eine unterhaltsame Comicverfilmung, die man sich in 3D anschauen sollte.
8/10 Punkte

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Inferno“:

+ nette Story
+ gute Kamera
+ gute Charaktere
– übertriebene Wahnvorstellungen
– teilweise undurchsichtige Rahmenhandlung

Der Film Inferno zählt wohl zur Liga der guten Unterhaltungsfilme. Vom Blockbuster ist der Streifen weit entfernt und kommt auch an Sakrileg oder Illuminati nicht heran. Wirre Wahnvorstellungen am Anfang des Films sind maßlos übertrieben und der Zuschauer über weite Strecken mit einer undurchsichtigen Rahmenhandlung alleine gelassen. Die Rätsel treten stellenweise in den Hintergrund und auch die einzelnen Parteien, die sich um die Zerstörung/Rettung der Welt bemühen, sind nicht immer klar zu erkennen. Alles in allem ein netter Film, der einen über die Laufzeit unterhält. Eine große Nachwirkung oder bleibende Eindrücke sucht man jedoch vergebens.

7/10 Punkte

Bonkos‘ kurze Film zu „Findet Dorie“:

+ lustige Szenen
+ gute Story
+ überragende Weisheiten
+ gute Charaktere
– 3D

Findet Dorie ist eine tolle Fortsetzung von findet Nemo und entführt den Zuschauer in eine bunte Unterwasserwelt voller eigenartiger Charaktere. Mit jeder Menge gutem Witz und Charme ausgestattet, unterhält der Streifen Groß und Klein. Eine lustige Geschichte über einen Fisch mit Alzheimer bzw. Gedächtnisverschwund. Zum Punktabzug führt das quasi nicht vorhandene 3D, was bei einem solchen Animationsfilm eigentlich unentschuldbar ist, sowie der deutlich zu kurz geratene Auftritt der Möwen.
Insgesamt
8/10 Punkten

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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Suicide Squad“:

– schwache Story
– zu lange Hinführung
– schwache schauspielerische Leistung

Ich habe definitiv nichts gegen sinnlose Action, aber (!) dieser Streifen ist derart unausgereift und sinnbefreit, dass sich der Zuschauer schon fragt, was ihm da eigentlich präsentiert wird. Was zum Beispiel der Echsenmann in dem Film zu suchen hat, bleibt ein Rätsel. Wieso nicht ein einziger lustiger Moment darin zu finden ist und warum die Schauspieler derart schlecht spielen, all das lässt der Film offen. Auch die Szene nach dem Abspann lüftet den Schleier nicht. Vielleicht wird in einem zweiten Teil geklärt woher plötzlich komische Monster kommen und warum sie nur in einer Stadt zu finden sind. Bis dahin bleibt leider nur eine schlechte Bewertung.

3/10 Punkte

 

Anmerkung:
Diesen Film habe ich im Autokino „Drive In“ in Frankfurt Gravenbruch angeschaut.

Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Die Unfassbaren 2“:

+ gute Story
+ Überraschungen
+ Spannung

Ein toller zweiter Teil ist dem Regisseur Chu mit „Die Unfassbaren 2“ gelungen. Voller Überraschungen, Windungen und einer durchdachten Story knüpft der Film perfekt an den ersten Teil an und entführt den Zuschauer in eine Welt voll mit optischen Täuschungen, Tricks und Mogeleien. Insbesondere Lizzy Caplan überzeugt in der Rolle der Lula als neues Teammitglied. Überhaupt hat man das Gefühl, dass dieser Film einen besseren Feinschliff bekommen hat als der erste Teil. Ein wundervoller Streifen, der mit viel Spannung für magische Momente sorgt. Mein Tipp: Lasst euch verzaubern!

9/10 Punkte

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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Jason Bourne“:

+ gute Action
+ im Stil der alten Bourne Filme
+ gut eingewobene Story
– Kameraführung

Um es vorweg zu sagen: endlich mal wieder ein richtiger Bourne Film. Was auch immer uns das Bourne Vermächtnis sagen wollte, ich bin froh, dass die Reihe nun mit Matt Damon fortgesetzt wird. Und sie wird noch weiter gehen. Der Film überzeugt auf ganzer Linie. Bietet gute Action, eine sehr bekannte aber solide Story, die sogar versucht auf aktuelle Entwicklungen einzugehen (was mehr oder weniger gut gelingt), und hält den Zuschauer über zwei Stunden im Bann. Der Streifen fügt sich perfekt in die Bourne Reihe ein und man erfährt wieder etwas mehr von Bournes Vergangenheit. Was dem Film dennoch fehlt? Ein Kameramann! Die wackelige Kameraführung ist gerade auf der großen Kinoleinwand ein echter Belastungstest. Dabei wird es dem Zuschauer nicht wie gewohnt bei Faustkämpfen (die es immer noch gibt) schlecht, sondern bei Verfolgungsjagden a la „James Bond“ und „The Fast and the Furious“. Definitiv sehenswert. Wenn man den Kameramann von „Spectre“ angerufen hätte, wäre sogar noch ein Punkt mehr drin gewesen. So sind es „nur“

8/10 Punkte

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Bonkos‘ kurze Filmkritik zu „Pets“:

+ lustig
+ teilweise gute 3D-Effekte
– mittelmäßige Story
– verschenktes Potential

Pets ist ein gelungener und ansehnlicher Animationsfilm. Mit lustigen Szenen und netten Charakterzeichnungen der verschiedenen Haustiere taucht der Zuschauer ein in die geheime Welt der Haustiere. Sicher hätte man an der ein oder anderen Stelle noch eine Schippe drauf legen können, aber dennoch ist der Film ein netter Zeitvertreib für die Familie. Wer sich ohnehin für das Leben seiner tierischen Mitbewohner interessiert, sollte sich den Film anschauen. Wer großes Kino a la Ice Age erwartet wird wohl ein wenig enttäuscht sein. Als Trickfilm gelingt das 3D gut und überzeugt (leider an zu wenigen Stellen) mit netten Effekten.

Alles in allem
7/10 Punkte

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