Filmkritiken

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Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Ich – Einfach unverbesserlich 3”:

+ wahnsinnig flauschig
+ nette Story
+ witzige Momente
– Abspann

Die Macher von “Ich – Einfach unverbesserlich 3” haben es verstanden: mehr Einhörner, mehr Minischweine, mehr Flauschigkeit. Ein Feuerwerk der Animationsfilmindustrie. Es gibt Minions, einen durchgeknallten Schurken, noch durchgeknalltere Handlungen und jede Menge Witz. Insbesondere kleine aber feine Anspielungen auf Star Wars und andere Filme sowie charmante Charaktere zeichnen diesen Streifen aus. Gute Familienunterhaltung mit lustigen Szenen und tollen 3D-Effekten. Einziger Minuspunkt ist der Abspann, der in 2D nicht nur grafisch äußerst flach ausfällt!

9/10 Punkte

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Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Pirates of the Caribbean: Salazars Rache”:

+ Effekte
+ Aufmachung
+- Story
– wenig neue Ideen

Sechs Jahre sind seit dem letzten Teil von Fluch der Karibik vergangen. Die Darsteller und Charaktere, das gesamte Setting, ja kaum etwas hat sich seit dem verändert. Es gibt den neuen Bösewicht (Salazar), es gibt die Untotencrew, die Rotröcke, die wankelmütige Piratencrew, eine hübsche Frau, einen Herrn Turner und natürlich Jack Sparrow. Raider heißt jetzt Twix – sonst ändert sich nix. Das macht den Film nicht schlecht, immerhin glänzt der Streifen mit dem ein oder anderen netten Witz, allerdings liefert das Drehbuch kaum neue Ideen. Positiv anzumerken sind die tollen Effekte und der Begleitumstand, dass es keine unnötigen Längen gibt. Endlich erfährt der Kinobesucher, dass Captain Jack Sparrow Bettnässer ist und wie er zu seinem Namen kam. Auf jeden Fall gutes Unterhaltungskino, bei dem es sich lohnt, bis ganz zum Ende (nach dem Abspann) im Kinositz zu verharren.

8/10 Punkte

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Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Die Schöne und das Biest”:

+ nette Aufmachung
+ nah am Original
+ Kameraführung
+ Besetzung
– wenig Charme
– nicht düster genug
– Gesang

Hollywood kann Disney. Soviel steht mit der Neuverfilmung von “Die Schöne und das Biest” fest. Die Besetzung ist hervorragend gelungen, die filmische Umsetzung orientiert sich strickt am Original. Leider gelingt es nicht die düstere Stimmung und den Charme und Witz der Zeichentrickversion von 1991 in den Kinosaal des 21. Jahrhunderts zu transportieren. Auch die deutschen Stimmen überzeugen im Gesang leider nicht. Erwähnenswert ist die Kameraführung, die teils beeindruckende Fahrten und Einstellungen liefert. Hinter dem Potential zurück bleibt jedoch der 3D-Effekt, der hier eher Durchschnitt erreicht. Der Streifen weckt Kindheitserinnerungen, verzaubern kann er den Kinobesucher aber nicht so recht. Alles in allem ein eher flacher Film.

7/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Guardians of the Galaxy Vol. 2”

+ überragende Effekte
+ 3D
+ Kamera
+ unterhaltsam
+ Vorspann
– kleine Längen
– vulgärer Trailer

Wer einfach nur auf der Suche nach guter Kinounterhaltung ist, der ist bei “Guardians of the Galaxy Vol. 2” goldrichtig. Bereits der Vorspann überzeugt mit Witz, Charme und technischem Know-How. Selten überzeugt das 3D im Kino, doch bei diesem Streifen ist es anders. Zusammen mit den “hervorragenden” Effekten bietet das 3D ein phantastisches Feuerwerk auf der Kinoleinwand. Die Computeranimationen sind beeindruckend und die Charaktere beleben die fremden Welten mit schrägem und teils etwas vulgären Witz. Die Story ist sicher kein Meisterwerk und hier und da nimmt sich der Film bei einer Gesamtlänge von 2h 18m vielleicht etwas zu viel Zeit. Dennoch stimmt das Gesamtpaket und der Cineast fühlt sich wunderbar unterhalten. Mein Tipp: Unbedingt in 3D im Kino anschauen. Das Gesamturteil lässt sich in drei Worte fassen: Ich bin Groot!

9/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Fast & Furious 8”:

+ Kameraführung
– schlechte Story
– Autos wirken deplatziert
– in sich nicht schlüssig
– pubertärer Humor

Wer dachte, dass man Fast & Furious 7 nicht unterbieten kann, der wurde mit dem achten Teil eines Besseren bzw. Schlechteren belehrt. Die Sprüche aber auch die Szenen selbst sind derart pubertär, dass man sich ernsthaft fragt, ob ein 13-Jähriger das Drehbuch geschrieben hat. Und so wirkt alles äußerst unrealistisch und maßlos übertrieben. So sieht man Automassen, die sich wie beim Entleeren eines Eimers Matchboxautos durch die Gassen New Yorks schieben. Apropos Autos, diese werden in FF8 zur teuren Nebensache und der Lächerlichkeit preisgegeben. So überholt das Skidoo bequem den 5000-PS-Sportwagen und ein U-Boot hängt beide ab. Eindrucksvoll ist höchstens die Kameraführung und das Szenenbild (insbesondere in Kuba). Ein kleiner Seitenhieb in Richtung Hacken von PKW hilft dem Streifen leider auch nicht in die Top-Bewertung. Eher ein Kaltstart für Proleten.

3/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Lommbock”:

+ gute Ideen
+ gefällige Unterhaltung
+ gute Dialoge
+ tolle Charaktere
– Kameraführung

Der Nachfolger des beliebten Kifferfilms “Lammbock” glänzt mit tollen Dialogen, guten Ideen und schönen schauspielerischen Leistungen. Dabei wirken nicht nur die Darsteller erwachsener, sondern auch die Story ist runder und gefälliger. Lommbock bedient sich der verrückten Elemente des Vorgängerstreifens und ergänzt das Ganze mit wunderbaren Aufnahmen der Weltstädte Dubai und Würzburg. Neben einigen Studioaufnahmen in Köln, drehte man dieses Mal tatsächlich in Würzburg, der zum Film gehörige Handlungsortbluff (den bei Lammbock Würzburg ereilte) traf diesmal Dubai, welches durch Drehs in Marokko dargestellt wurde. Mit Lommbock gelingt dem würzburger Regisseur Zübert ein wirklich gelungener deutscher Film. Unbedingt anschauen!
8/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Hacksaw Ridge – Die Entscheidung”:

+ realistische Darstellung
+ Kamera und Szenenbild
+ Atmosphäre
+ moralische Botschaft

Stell dir vor es ist Krieg und keiner fasst eine Waffe an. Mit Hacksaw Ridge ist Mel Gibson ein absolut realistischer Anti-Kriegsfilm gelungen, der den Kinobesucher in die grausame Welt von Krieg und Leid hineinzieht. Ein Film, bei dem die Luft wegbleibt. Dabei sollte man keinesfalls zart besaitet sein. Die Altersfreigabe FSK 16 ist durchaus gerechtfertigt. Gelungen ist der Kontrast zwischen dem ersten Teil, der sich mit der Kindheit und der moralischen Prägung des Pazifisten Doss beschäftigt, dem zweiten Teil, der die Ausbildung zeigt und dem dritten Teil, der auf dem japanischen Schlachtfeld spielt. Dabei wird an allen Stellen des Films dick aufgetragen und überzeichnet.  Ohne Waffe durch den Krieg und “das Recht keine Waffen zu tragen” ist zudem eine wunderbare Botschaft an alle Zuschauer. Prädikat: Oscarreif und absolut sehenswert.
10/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Resident Evil: The Final Chapter”:

+ Solide Action
+ Solide Zombies
+ Solide Story
– 3D

Alles in allem ist “Resident Evil: The Final Chapter” ein solider Action-Zombie-Film. Und damit fügt er sich perfekt in die Filmreihe ein. Ob er wirklich das finale Kapitel darstellt, sei mal mit einem großen Fragezeichen versehen. Milla Jovovich wirkt in diesem sechsten Resident Evil Film weit weniger kampfmaschinenmäßig und lässt auch uncoolere Charakterzüge geschickt aufblitzen. Gewürzt mit netten Ideen, vielen bekannten Elementen und einer runden Story ist trotz geringem Budget ein ansehnlicher Actionstreifen entstanden. Einzig das 3D kann man sich sparen.

8/10 Punkte

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Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Kundschafter des Friedens”:

+ sympathische Schauspieler
– vorhersehbare Story
– mäßig lustig

Die Idee, ehemalige DDR-Agenten zu reaktivieren, bleibt früh in der flachen, vorhersehbaren und öden Story stecken. Die Witze zünden nicht. Und schließlich sind die besten Gags bereits im Trailer verbraucht. Da hilft auch der Charme der Schauspieler wenig. Einige Anspielungen und Vergleiche der BRD mit der DDR sind zwar nett, vermögen aber nicht so recht zu zünden. Alle die mehr als seichte Unterhaltung suchen sind hier wohl fehl am Platz. Wer die Witze dennoch nicht missen möchte, der schaut sich einfach den Trailer an.

4/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “La La Land”:

– öde Story
– schlechte Lieder
– kaum Witz
+ gute Kamera
+ nettes Bühnenbild/gute Maske

Egal wie viele Preise dieser Film abgeräumt hat (u. a. Golden Globes) und noch abräumen wird (Oscars), es ist ein ödes Dahinplätschern an schlechten Liedern. Wer statt 128 Minuten seines Lebens nur kurz sehen möchte, um was es geht und wie der Film hätte gut werden können, der schaut sich einfach den Trailer an. Darin sind alle Dialoge und guten Szenen enthalten. Im Film kommen lediglich ein paar längen hinzu. Die Idee, die bunte Warner Brother Filmwelt in den Kinosaal zu transportieren, bleibt leider im Ansatz bzw. den ersten Filmminuten stecken. Dabei geben sich Bühnenbild und Kamera (alles preislos übrigens) viel Mühe und kicken den Film in Richtung “The great Gatsby”. Doch leider schnarchen die Lieder in dem Jazz-Musicalfilm nur so vor sich hin. Zum Ende hin gelingt es dem Drehbuch zumindest noch, das totale Fiasko zu vermeiden. Ein – wie so oft bei “ausgezeichneten” Filmen – völlig überbewertetes Stück Leinwandtraum. Eher so lala als wirkliches La La Land Kinoerlebnis. Wer eine gute Musicalverfilmung sucht, der greift zu “Mamma Mia!”. Wer eine Mann-Frau-Komödie sucht mit musikalischer Daueruntermalung, der schnappt sich “Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können”. Der Büroalltag von Herrn Müller aus dem Stadtarchiv ist jedenfalls mindestens genauso aufregend wie “La La Land”.

4/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Vier gegen die Bank”:

+ charmante Geschichte
+ keine Längen
+ gute Schauspieler
– keine neuen Ideen
– kein Meisterwerk

Ein – immerhin – solider deutscher Film mit vielen bekannten Schauspielern. Und genau darin liegt wohl auch die stärke des Streifens. Die Schauspieler machen bei einer eher mageren Story einen wirklich guten Job. Dabei nehmen sie sich selbst nicht ernst, sondern spielen mit ihren Klischees. Gewürzt mit etwas Witz macht es den Film zu klasse Unterhaltung. Im Film passiert ständig etwas, sodass keine Längen aufkommen. Gleichwohl ist die Story platt und bietet keine Neuerungen in Sachen Bankraub. Alles in allem ein lustiger Film.

7/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Rogue One: A Star Wars Story”:

– schleppender Anfang/Story
– zusammengeklaute Elemente
– 3D-Effekte
+ Kamera
+ Einbettung in die Saga

 

Mit Skepsis saß ich im Kino und die ersten Minuten waren schrecklich. Die Story wirkt zu Beginn wenig durchdacht und alles erscheint fad. Doch nach und nach nimmt der Film Fahrt auf und konnte mich insbesondere zum Ende hin von seiner Qualität überzeugen. Letztere liegt definitiv nicht im 3D. Dabei bieten sich Raumschiffe und dergleichen doch geradezu an für Pop-outs. Schade. Wer einmal eine bunte Mischung aus allen möglichen Star Wars Elementen auf der Leinwand möchte, kommt hier auf seine Kosten. Insbesondere das Imperium marschiert in allen bekannten Variationen auf. Zwar geht es – Überraschung! – mal wieder um den Todesstern, eine bekannte Familienstory und viel Pathos, aber irgendwie ist es am Ende doch verziehen. Besonders gelungen sind der “neue” Droide, die Abwesenheit der Macht, das Ende und die Verknüpfung zu Episode IV. Kurzum: Am Anfang flop – am Ende top. Und für ausbleibende Happy Ends gibt’s bei mir ohnehin immer Punkte.

 

8/10 Punkte

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