Blog

Category Archives:Blog

Bonkos’ Banalitäten des Alltags:

Neulich bei der Klausurlösung im Studiengang Europäisches Recht.
Frage: Wie viele Mitgliedstaaten hat die EU und wie heißen sie?
Antwort: 28, Sebastian Hartmann

Tags:

(11) Der kleine Kalli – und die große Welt

Wie gerne würde Kalli sie kennenlernen. Wie gerne würde Kalli mehr von ihr erfahren. Doch leider fehlt dem kleinen Kalli das nötige Kleingeld. Die weite Welt ist weit weg und greifbar nahe ist vorerst nur der Pauschalurlaub auf Mallorca, wo Kalli sich wieder für 20 € einen ganzen Abend mit Bier und Sangria volllaufen lassen kann, inklusive „Spruch“-Shirt. Doch die spanische Kultur ist so gar nicht Kallis Fall. Viel lieber würde er die Pyramiden erkunden oder aber den Mississippi entlangfahren. Fernweh, hat es Kallis Oma genannt, die es mit dem Bund deutscher Mädchen einmal bis nach Flensburg geschafft hatte und so die große Welt erfahren durfte. Überhaupt klang es wie Hohn, wenn sie immer wieder von der großen Welt – sprich Flensburg – berichtete. Doch was war mit Kalli!? Er hatte gerade mal Griechenland, Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Ungarn, Österreich und die Türkei gesehen. Und in Marokko war er auch mal kurz. Aber was war das schon. Die meisten seiner Freunde lebten inzwischen in Amerika, Brasilien oder Korea. Gut, bei den meisten ist das Wort „lebten“ etwas überzogen, aber zumindest die Australienentdecker unter ihnen, durften Weihnachten bei 35 Grad im Schatten feiern. „Die Welt ist ganz schön groß und ungerecht“, dachte sich Kalli und legte den Kreuzfahrtreisekatalog auf den Küchentisch. Er zog eine Papaya aus dem Obstnetz und betrachtete sie genau. Auch die Früchte auf meinem Teller haben mehr von der Welt gesehen als ich. Selbst die Banane zum Nachtisch hat eine schlechtere CO2 Bilanz als sein gesamtes bisheriges Leben. Und dann wurde Kalli nachdenklich, rief seine Großmutter an und fuhr mit ihr spontan nach Flensburg – die große Welt entdecken.

Bonkos’ Bild des Tages:

Kunst in Berlin - Das Werk heißt: "Fliehender Teppich" (Foto: Bonkos)

Kunst in Berlin – Das Werk heißt: “Fliehender Teppich” (Foto: Bonkos)

Tags:

(10) Der kleine Kalli – bewirbt sich

Die Stellenbeschreibung auf der Facebook-Seite “Job gesucht – egal wo” klang vielversprechend: “Suchen zur Verstarkung unser jungen Team Menschen mit viel Mut, Kraft für einfache Aufgabe. Leichtes Geld geboten. Bis zu 10.000 € in Monat. Fair Lohn und freundlich Kollega. Sie interessiert seien? Melden einfach und schreibe Daten an …”. Klein Kalli schrieb also Daten an die angegebene Adresse und bekam nur Kurze Zeit später jede Menge Werbepost und Arbeitsangebote. Neben einigen kuriosen Stellen als Lockvogel für Partnerbörsen, Handyvertragsvertreter am Hauptbahnhof und Fahrradkurrier, weckte ein Job als “Marketing Consulter” in der Automobilindustrie sein Interesse. Er rief die angegebene Telefonnummer an und wurde von einem freundlichen Mann mit rumänischen Akzent gebeten, doch gleich morgen im angrenzenden Industriegebiet bei der Firma “Car Export – Inport – An – und Ver – Kauf Rahi Kahn GmbH & Co. KG” vorbeizuschauen. Der kleine Kalli war fest entschlossen das Marketing dieses – wohl – Familienunternehmens zu revolutionieren. Den Anfang würde er bei dem Firmennamen machen. Doch nach einem kurzen Vorstellungsgespräch in einem kleinen Wohnwagen, der auf einem geschotterten und eingezäunten Firmengelände stand, drückte der Senior Chef Rahi Kahn ihm einen Stapel visitenkartengroßer einlaminierter Werbekärtchen in die Hand. Dazu gab es noch einen Stadtplan, auf dem Straßenzüge rot markiert waren, und die Worte: “An jede Karre, alter! An jede!” So ausgerüstet klemmte der kleine Kalli zwölf Stunden lang Werbekarten hinter Scheibenwischer, Türgriffe und Dichtungsgummies. Und der Verdienst von 24 Euro war ihm somit sicher. Das letzte Kärtchen aber nahm Kalli mit nach Hause. Dort angekommen betrachtete er die Karte und musste schmunzeln. “Wir kaufen Ihr Auto – Zustand egal – 2.500 € sicher”, stand darauf und Kalli wurde klar, dass wenn er mit dem Auto zum Vorstellungsgespräch gefahren wäre, er deutlich mehr verdient hätte.

Bonkos’ Bild des Tages:

Aus der Rubrik "flache Wortwitze" - Schuh Zeller in Bamberg (Foto: Bonkos)

Aus der Rubrik “flache Wortwitze” – Schuh Zeller in Bamberg (Foto: Bonkos)

Tags:

Bonkos’ Banalitäten des Alltags

Jetzt schlägt’s 13

Im ICE nach Frankfurt platzt einer hochschwangeren Frau die Fruchtblase. Schreie durchdringen das mit Businessmenschen besetzte Ruheabteil. Die eilig herbeigerufene Zugbegleiterin leistet mit einem Stapel Bahnservietten erste Hilfe und weißt die werdende Mutter dezent auf die Beförderungsbedingungen des Aktienunternehems hin. “hochschwangere reisen auf eigenes Risiko” und dann greift die Dame zum Kassiergerät und berechnet doch tatsächlich den Kinderfahrpreis plus 15 % Bordzahlungszuschlag. Meinen Hinweis, dass das neugeborene doch gar nicht “zugestiegen” sei, beachtet sie gar nicht. Unfassbar, der kleine hatte nichtmal den Hauch einer Chance eine Bahncard zu lösen. Willkommen kleiner Otto (Name geändert) in der harten Welt der Deutschen Gründlichkeit!

Tags:

Bonkos’ Beobachtung am Dienstag:

Da sitzen zwei verschleierte Frauen in der Straßenbahn. Die eine in herbstlichen Farben, die andere ganz in Schwarz. Die eine traurig, die andere bedächtig. Die eine jung und aufgewühlt, die andere weise und ruhig. Die eine betet zu Allah, die andere zu Gott. Die eine steigt aus, die andere bleibt sitzen. Die eine bittet die andere, für sie zu beten. – Same, same but different.

(9) Der kleine Kalli – auf Kaffeefahrt

“Holen Sie sich Ihren Gewinn in Höhe von 10.000 € (steuerfrei) ab!” – Das war es, was der kleine Kalli gebrauchen konnte, eine satte Finanzspritze. Der Hochglanzflyer wies Ihn ganz eindeutig als glücklichen Gewinner aus. Aber das Glück schien im gesamten Mietshaus zugeschlagen zu haben, wie Kalli anhand der Briefkästen erahnen konnte. “Warum eigentlich nicht?”, dachte sich klein Kalli, der sonst nur Städtetouren mit Weihnachtsmarktbesuchen kombinierte. So meldete er sich, wie sich herausstellen sollte, zusammen mit gut 40 Herrschaften fortgeschrittenen Alters zur Gewinnausschüttung mit anschließender Verkaufsveranstaltung an. Die kostenlose Busfahrt war gut organisiert und führte in entlegene Ecken Deutschlands, in die man sonst gar nicht kommt, weil sie auf keiner Landkarte eingezeichnet sind. Nach dreistündiger Busfahrt über Stock und Stein und ohne Rast, unterbrach das in der Reihe hinter Kalli sitzende Rentnerpaar das Gespräch über Krankheitsbilder und Verwandtschaftsverhältnisse abrupt mit den Worten: “So Herbert, ist noch was? Sonst spare ich jetzt Batterien!”. Die Dame hatte wohl realisiert, dass wenn Sie die Preise von Heizdecken und Kuchenmaschinen noch hören will, sie das Hörgerät besser vorrübergehend ausschaltet. Und auch für die Rückfahrt sollte es wohl noch reichen. In einer menschenleeren Gegend wurde die Gruppe in einen Saal geschleust. Es folgte die Gewinnausschüttung. Jeder der Anwesenden erhielt 10.000 € als Spielgeldschein und konnte diesen beim Kauf einer Heizdecke für 1.000 € in einen Rabatt in Höhe von 10 € eintauschen. Zudem gab es, um dem Namen der Veranstaltung gerecht zu werden, kostenlos Kaffee und Kuchen. Kaufzwang bestand nicht, wurde aber von dem leicht aggressiven Veranstalter empfohlen, sofern man auch die Heimreise im Bus und nicht im Taxi antreten wollte. “Was will man mehr?”, dachte sich Kalli und schlug zu. Der Veranstalter ging zu Boden und Kalli war gespannt, wie lange der Krankenwagen wohl benötigen würde.

Bonkos’ Meldung des Tages:

Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst hat sich der Kritik von bonkos.de angenommen und ist nunmehr doch mit der “Billig”-Fluggesellschaft Ryanair nach Rom geflogen. Informationen, denen zufolge es sich bei dem Flug um einen privaten Charterflug handelt, konnten bislang noch nicht bestätigt werden.

Bonkos’ Gedanken zum Wochenende:

Jeden Morgen erwacht man und fragt sich: “Was gibt’s neues in der Welt?” Und vor allem: “Ist dieser Tebartz-van Elst noch Bischof von Limburg?” Ja, ist er noch. Heute hat er sich einen (Höhen)Flug mit der Lufthansa (vermutlich 2. Klasse [“Ich weiß, was ich nicht nochmal so tun würde”]) nach Rom genommen. Ryanair Flüge waren wohl kurzfristig nicht auzutreiben.

Bonkos’ political correctness:

Keinesfalls akzeptabel ist “Legasthenigger”!

Bonkos’ Giveaways, die die Welt nicht braucht:

  • Anstecknadeln zum Weltaidstag
  • an ein Päckchen Gummibärchen getackerte Kondome
  • Bonbons aus dem Bonbonglas

 

 

This website stores some user agent data. These data are used to provide a more personalized experience and to track your whereabouts around our website in compliance with the European General Data Protection Regulation. If you decide to opt-out of any future tracking, a cookie will be set up in your browser to remember this choice for one year. I Agree, Deny
548