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Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Downton Abbey”:

+ Dialoge
+ Szenenbild
+ Kostüme
– keine Spannungsspitze

Mit dem Film zur Serie rückt das ausklingende viktorianische Zeitalter den Prunk der vergangenen Tage noch einmal in Szene. Die tollen Kostüme, Szenenbilder und Kulissen beeindrucken. Gleichwohl transportiert der Film auch die Probleme der Zeit im Jahr 1912. Gespickt mit verschiedenen Handlungssträngen und einigen netten Kniffen fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt. Die guten Dialoge zeichnen den Film aus. Finesse auf allen Ebenen. Die Serie braucht man nicht zwingend gesehen zu haben, wenngleich die Einordnung der Personen natürlich mit Serienwissen leichter gelingt. Ein stimmiges Kostümdrama, dass gefällig und royal über die Leinwand flimmert.

9/10 Punkten

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Once Upon a Time in Hollywood”:

+ gute Filmtechnik
+ Einblick in eine eigene Welt
+/- Tarantino typische Elemente
– kein guter Handlungsstrang

Es ist ein künstlerischer Film, den Quentin Tatantino in seiner ganz eigenen Manier auf die Leinwand zaubert. So künstlerisch, dass er ohne eine gute zusammenhängende Story daher kommt und vielmehr bruchstückhaft einzelne Happen an technisch guter Filmarbeit präsentiert. Wer Technik und Dialoge mag, der wird hier auf seine Kosten kommen. Wer eine zusammenhängende oder gar schöne Story sucht, der wird maßlos enttäuscht. Den Film zerschneiden und die einzelnen Happen auf der Filmschule präsentieren? Wunderbar. Sich alles im Kino ansehen? Anstrengend. Der Zuschauer taucht zwar in eine andere Welt ein, lebt aber ständig mit der Anspannung und Frage: Was soll das? Damit lässt Tarantino viel Raum für Interpretation, für meinen Geschmack deutlich zu viel. Ansonsten sind natürlich Füße, Gewalteskalation und übertriebene Dialoge mit von der Partie!

3/10 Punkten

Stuttgart – echt unterirdisch

Von wegen “oben bleiben” in Stuttgart flüchtet nicht nur der Bahnhof vollkommen zu Recht unter die Erde. Ein Kesselklima, das einen den Atem stocken lässt. Und neben all der schlechten Luft und der riesigen Baustelle lassen sich zugemüllte Straßen mit ökologischen E-Scootern statt mit Dieselautos befahren. Ein Kleinod an Gegensätzen, aber vor allem ein Kleinod für anspruchslose Stadtmenschen:

Kiel – so marode wie die Flotte

Die Kieler Woche ist bis weit in den Süden der Republik bekannt. Was weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass Kiel ansonsten nur sehr wenig zu bieten hat. Wer nicht gerade auf Sichtbeton und Grautöne steht, der sollte den Sonntagsausflug besser umdisponieren. Hier ein paar Eindrücke:

Kassel – Stadt der Sepulkralkultur

Wer Kassel kennt, der meidet die Stadt. Für alle anderen sei hier ein kleiner Einblick gewährt in Deutschland zweit hässlichste Stadt:

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Pets 2”:

+ Story
+ Animation
– Klischees

Der neue Pets Streifen aus dem Hause Illumination Entertainment setzt im Jahr 2019 auf eine Menge Witz und detailgetreuer Animation. Die Welt der Haustiere wird im zweiten Teil noch intensiver beleuchtet und kommt mit einer – für einen Kinder-/Familienfilm – durchaus anspruchsvollen Story daher. Allerdings bedient der Film Klischees wie kein anderer. Während der dickliche Freund noch relativ harmlos als Gemütsmensch daherkommt, sind die Bösewichte Russen. Und auch die Geschichte vom bösen (russischen) Wolf wird erzählt. Und bei allem Klischeewitz fühlt man sich in die Zeit des kalten Krieges zurück versetzt. Wer dieses Gefühl und eine Menge Witz seiner Familie nicht vorenthalten möchte, der sollte definitiv ins Kino gehen.

7/10 Punkten

Arztbesuche – Das muss sich im Gesundheitssystem ändern:

Der Arztbesuch kann schnell zur lästigen und nervenaufreibenden Sache werden. Der Fortschritt und das 21. Jahrhundert haben noch lange nicht Einzug gehalten in deutsche Wartezimmer. Dabei könnten 6 einfache Änderungen das Leben der Patienten grundlegend verbessern:

  1. Krankengeschichte, Medikamentenunverträglichkeit etc. gehören auf die Krankenkassenkarte. Bei jedem Arzt soll der Patient als Laie angeben, was er hat. Im Notfall könnte man zudem den Chip einfach auslesen. 
  2. Getrennte Wartezimmer. Ein Wartezimmer für ansteckende Krankheiten, eins für Leute, die nichts Übertragbares haben. Auch die Kinderspielecke kann intelligent platziert werden.
  3. Terminplaner. In vielen Praxen wartet man trotz Termins stundenlang, weil regelmäßig viele Patienten dazwischen kommen. Wenn es gar nicht planbar ist, sollte man trennen zwischen Notfallaufnahme und regulärer Sprechstunde.
  4. Quittung. Am Ende der Behandlung sollte der Patient die abzurechnende Leistung gegenzeichnen. Warum Krankenkassen das nicht einfordern, ist ein Rätsel.
  5. EDV. Ärzte verbringen viel zu viel Zeit mit der Entertaste. Das Verhältnis Untersuchung/PCEingabe ist derart schief, hier braucht es dringend moderne Praxisprogramme, die mit weniger Tastenanschlägen zurecht kommen.
  6. Bezahlung. Der Arzt sollte einen festen Patientenstamm haben und für die gesunden Patienten bezahlt werden, nicht für Medikamente und Behandlung.

Ansonsten: Gute Besserung!

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Avengers: Endgame”:

+ Kampfszenen
+ Charaktere
– langatmig
– teilweise unübersichtlich

Mit “Avengers: Endgame” kommt das große Endgame. Marvel hat alles auf Null gesetzt, eigentlich kann man sich das ganze Vorgeplänkel getrost sparen und sich nur diesen Film ansehen. Es begegnen dem Zuschauer sämtliche Charaktere und Storyteile aus dem gesamten Marvel-Universum und das bedeutet, dass es grundsätzlich von Vorteil ist, die einzelnen Filme zu kennen. Der Streifen selbst braucht mal wieder deutlich zu lange, um Fahrt aufzunehmen. Besonders gelungen ist der Endkampf. Der überzeugt nicht nur von den Effekten, sondern auch sonst filmtechnisch auf ganzer Linie und hätte gerne etwas länger ausfallen können.

7/10 Punkten

Wo ist Wagen 6?

Liebe Bahn,

dank einer Verspätung habe ich Zeit über Gott und die Welt nachzudenken. Und dann kam bei mir die Frage auf: Wo ist eigentlich Wagen 6 geblieben, der soeben mit dem ICE nach Basel im Bahnhof Fulda hätte einfahren sollen?

Ich habe hierzu verschiedene Theorien:

  1. Wagen 6 wurde schlichtweg unterwegs verloren. Zwar deutet die Zahl 6 nicht auf den letzten Wagen hin, aber umgekehrte Wagenreihung und Durcheinander ist ja keine Seltenheit.
  2. Wagen 6 ist einfach müde und muss sich von der letzten Schicht ausruhen. Zugegeben, so ein Job als Wagen ist wirklich anstrengend, da bleibt man doch lieber aufm Rangiergleis.
  3. Wagen 6 ist ein Marketinggag. Klingt komisch, aber: Der Erlebnisfaktor bei der Sitzplatzsuche steigt und man kann mehr Sitzplätze verkaufen als tatsächlich vorhanden sind.
  4. Wagen 6 ist in Wahrheit Wagen 9. es handelt sich nur um einen Scherz des Praktikanten.
  5. Wagen 6 wurde schlichtweg vergessen anzuhängen. Passiert den besten.
  6. Fehlt.
  7. Wagen 6 ist der Vorratswagen für das Bordbistro, sprich es gibt ihn gar nicht.

So liebes Bahnteam, jetzt musst du dich entscheiden.

Liebe Grüße
Bonkos

(57) Der kleine Kalli – au Backe!

Die Frau lief gebückt, schien kaum geradeaus gehen zu können. Ihre rechte Hand drückte einen Kühlakku gegen ihre rechte Wange, als sie schwankenden Schrittes den Bahnsteig entlang auf den kleinen Kalli zukam. Kalli fühlte aus Empathie den Schmerz in seinen Weisheitszähnen, obwohl er diese bereits vor Jahren erfolgreich aus seinem Esszimmer verbannt hatte. Seine Gedanken schweiften ab und der kleine Kalli fand sich auf dem Behandlungsstuhl seines Zahnarztes wieder. Neben ihm lagen seine Weisheitszähne, bzw. das, was davon übrig war. “Jetzt heißt es drei Tage lang viel Weizenbier zu trinken”, mahnte sein Zahnarzt, “das kühlt, desinfiziert und nährt!” Als sich der kleine Kalli der Frau näherte, erkannte er, dass es sich bei dem vermeintlichen Kühlakku um ein Smartphone handelte. Anders ließ es sich auch nicht erklären, dass die Dame den Barren ohne mit der Wimper zu zucken in ihrer Handtasche verstaute. Die Gedanken von Kalli entglitten erneut. Es klopft an die Scheibe “Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte… Sie wissen ja, warum wir Sie angehalten haben?”, fragte der Polizist mit strengem Blick. “Wegen der Weisheitszähne”, zischte Kalli. Der Polizist schaute fragend. Und Kalli griff erneut zum Kühlakku und presste ihn sich an die Wange. Lachend winkte ihn der Wachtmeister weiter und wünschte gute Fahrt und Besserung. Kalli grinste – im Rahmen seiner Möglichkeiten – und freute sich, dass er vor Fahrtantritt das Weizenbier noch in den Kaffeebecher umgefüllt hatte.

Nichts zu verschenken


Hallo,
ich habe derzeit wirklich nichts zu verschenken! Wenn ihr nichts wollt, könnt ihr euch natürlich melden. Aber es bringt nichts! Bitte beachten: Es ist wirklich nichts und nicht etwa ein Hauch von nichts! Also genau genommen ist es nichts für dich, aber das dürfte ja klar sein. Nichts kann Versand werden, alternativ könnt ihr auch nichts abholen. Lange Rede kurzer Sinn: ich hab aktuell wirklich nichts zu verschenken. Sollte sich an der Situation etwas ändern, lass ich es euch wissen, bis dahin beachtet bitte meine anderen Anzeigen. Und bitte keine Anfragen mit “danke für nichts”!
Euer
Bonkos

Bonkos’ Bild des Tages:

Er ist ein stummer Zeuge der Zeit. Während der hektische Zugbetrieb über ihn hinwegfegt, liegt er einfach nur dort. Im gemachten Kiesbett. Von der einstigen Besitzerin längst vergessen, will er uns mahnen: “Keinen Schritt weiter, sonst ergeht es dir so wie mir!”

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