Author Archives: Bonkos

Bonkos’ offene E-Mail und Preisbildungshilfe:

“Sehr geehrte Damen und Herren, liebes XXXL Neubert Team,

rabattals ich heute in Ihrem Einrichtungshaus auf das Angebot meines Lebens gestoßen bin (siehe Bild) war ich geneigt zuzuschlagen.
Ein wundervoller Kela Mülleimer (Modell Pasador) wurde mir hier für 169€ Angeboten. Angeblich, so vermittelt das Angebotsschild 77% günstiger. Das machte mich sprachlos. Der Originalpreis war nicht vermerkt, so begann ich zu rechnen. Satte 735€ (meine Rechenkünste dürfen Sie gerne zum Nachtragen auf dem Verkaufsschild verwenden) ergab meine Berechnung. Das macht eine Ersparnis von 566€!!! Wir reden hier von einem Mülleimer! Wann hat die Welt zuletzt solche Preisstürze in der Abfallindustrie verzeichnet? Nun rieten mir leider doch einige Freunde vom Kauf des Restebehältnisses ab und ich besann mich darauf, der Sache auf den Grund zu gehen.
Aus purer Angst, dass Ihr Geschäft an meinem Kauf der drohenden Insolvenz geweiht sein könnte, recherchierte ich den Preis im Internet. Dort stellte ich fest, dass Ihr Angebot, trotz 77% Rabatt immer noch 10€ über der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers liegt, die bei 159€ angesiedelt ist. Bei Amazon gibt es vergleichbar “nur” 24% Rabatt, allerdings kostet der Mülleimer dann auch 121 €.
Ich habe auch hier nachgerechnet und kann Ihnen sagen, dass Ihr Preisschild nach diesen Erkenntnissen zu “+6.3%” geändert werden müsste.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht

S. H.”

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Bonkos’ Lyrikecke:

Schon wieder ist so ein Jahr zu Ende.
Ach, wenn man die Zeit nur bremsen könnte.
Allzu vieles was wir uns vorgenommen,
ist wieder einmal zu kurz gekommen.
Aber auch die Welt ist nicht besser geworden,
immer noch Streit, Hass und Morden
und Millionen hungern und sterben,
selbst die Natur muss schlechte Noten erwerben.
Am Neujahr beginnt dann alles von vorn,
drum werfen wir nicht die Flinte ins Korn.
Zur Weihnacht sind noch Wünsche offen.
Wir wollen für uns und die Welt erhoffen,
dass überall auf unsrer Erde,
in allen Menschen Friede werde.

– Hermann Fröhling

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Bonkos’ Eilmeldung:

Papst gedenkt am hl. Abend Loriot. Der amtierende Pontifex hat sich der historischen Worte von Opa Hoppenstedt “Früher war mehr Lametta!” angenommen und den Weihnachtsschmuck im Vatikan auf ein demütiges Minimum reduziert. Auch in den deutschen Kirchenhäusern soll es in diesem Jahr erstmals schlichter zugehen. Statt des “Limburger Festakts” mit Posaunenchor und allerlei Pomporz, soll es “schwäbische Sparsamkeit” geben. Auch die hl. drei Könige werden dieses Jahr kein Gold im Gepäck haben, stattdessen wird man sich auf das Wesentliche besinnen und die Sterndeuter Myrrhe, Weihrauch und Paninibilder (Heiligenedition) bringen lassen.

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(13) Der kleine Kalli – im Zuge der Reservierungskultur

Einen Platz im Zug zu haben, ist auf längeren Reisen zwar schön, wird mit zunehmendem Alter aber unerlässlich. So hat sich auch der kleine Kalli die letzten Male dazu verleiten lassen, in den teilweise etwas volleren ICE (Abkürzung für Inter City Express, wobei mit City hier auch Städte jenseits der Wetterkarte gemeint sind) zu reservieren. Früher war das ein teurer Spaß – heute ist es nur noch teuer. Nach der letzten Preiserhöhung muss der kleine Kalli fast seine ganzen Ersparnisse opfern, um Rentnern und schwangeren Frauen die Sitzplätze wegnehmen zu dürfen. 4,50 € – “komfortabel” nennt die Bahn das, Kalli sagt gerne auch einfach nur “unverschämt” dazu. Immerhin kostet sein Ticket für die halbe Stunde ICE-Reise “nur” 16 €, mit Bahncard 50 versteht sich. Aber die Bahn wäre nicht die Bahn, wenn sie nicht trotz Preiserhöhungen den nötigen Spaßfaktor erhalten würde. So geschah es, dass der kleine Kalli von Frankfurt nach München reisen musste und leider in aller Hektik vergessen hatte, sich eine Reservierung hinzuzubuchen. Nun war beim Einstieg der Kampf um freie bzw. durch Rucksäcke belegte Plätze eröffnet. Dank der Günstigpreispolitik, die mit einer Überbuchung des Zuges zu 400% einhergeht (3 Stehplätze auf 1 Sitzplatz bei gleichem Fahrkartenpreis für alle Beteiligten), war nur noch ein einziger Platz frei. Kalli stürmte los, doch leider schnappte ihm eine Hochschwangere Dame den für Schwangere, Herzleidende und andere Risikomenschen ungünstige, entgegen der Fahrtrichtung liegende Platz vor der Nase weg. Die Frau grinste nur hämisch packte ein Nutellabrot mit Zwiebeln aus. Kalli blieb daneben stehen, zückte sein Smartphone, öffnete genügsam die BahnAPP und reservierte “Sitzplatzgenau” ab Würzburg den Platz der unhöflichen Dame. Kalli beugte sich zu ihr herunter und sagte reserviert: “Machen Sie es sich nicht zu bequem, ab Würzburg habe ich den Platz reserviert.”

Bonkos’ Bastelecke:

futterautomatWas man mit einer Schönfelder Gesetzessammlung und einer “Streifzug durch Würzburg” DVD macht, außer sie zu verachten? Eine Weihnachtsessenfischfutterautomatkonstruktion! Wir wünschen einen guten Appetit und stressfreie Feiertage.

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Bonkos’ Banalitäten des Alltags:

Man nenne es katholisch, man nenne es kleinlich, man sage prüde oder gar weltfremd dazu: Fleischeslust. Wie das schon klingt! Aber die Bevölkerung, die im Übrigen die Volksvertreter gewählt hat, welche solch unsittlichen Stände genehmigen, hat natürlich vollkommen Recht. Und bevor noch jemand zu (Zitat) “unkeuscheren Handlungen” verleitet wird, ist diese Lösung doch wohl für alle Beteiligten das Beste:

Schweinkram besser als Fleischeslust

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Bonkos’ Blick auf die heilige Familie:

Uneheliches Zusammenleben, uneheliches Kind, keine geregelten familiären Umstände, kein fester Wohnsitz, Engel Erscheinungen, und und und…

Also in der heutigen Zeit würde Maria in einem kath. Gottesdienst nicht einmal ihren eigenen Sohn empfangen dürfen, geschweigedenn in einer kirchlichen Einrichtung angestellt sein…verrückte Welt.

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Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Der Hobbit – Smaugs Einöde”:

+Kamerafahrten (kilometer lang)
+Fantasy so weit das Auge reicht
+Kinoerlebnis
-im Düsterwald nix neues (Story hängt im Spinnennetz)
-lasche Witze

Der Titel trifft es schon ganz gut, denn storytechnisch herrscht bisweilen erstmal Einöde. Der Weg ist das Ziel und die Stationen dahin sind gesät mit alten bekannten. Spinnen, Werwölfe, Elben, Menschen, Orks und ein Fantasy-Venedig. Alles irgndwann irgendwie schonmal dagewesen. Den Ratschlag “Man sollte keine schlafenden Drachen wecken” kennt man, ebenso wie die Spinnen schon aus Hogwarts und störendes Geschwätz in den Kinosesseln hinter einem, lässt einen zumindest nichts wichtiges an Handlung verpassen. Hier und da eine Schrecksekunde, ansonsten wird einem von jeder Figur, die auf der Bildfläche erscheint die kurze und simple Handlung erklärt. Es rächt sich im zweiten Teil, dass man ein 400 Seiten Buch in einer Triologie abhandelt. Wo der erste Teil mit tollen neuen Ideen punkten konnte und grandiosen Wendungen, da blickt der zweite Teil in die Röhre. Wobei der Ausblick ganz famos ist, die Aufnahemetechnik, die man schon aus dem ersten Teil kennt, glänzt auch hier mit überragenden Bildern. Nahaufnahmen und endlose Kamerafahrten satt, lassen das Herz des Kinobesuchers höher schlagen. Aber Bildgewalt allein macht eben noch keinen guten Film aus. Die Sprüche und Witze sind zuweilen flach und es fehlt der nötige Pfiff. Am Ende gibt es einen unnötigen Cliffhanger, den man im ersten Hobbitfilm so herrlich ausgelassen hatte. Und auch das Warten auf eine versteckte Szene nach dem Abspann blieb beim zweiten Teil unhonoriert. Fazit: Wer ein Meisterwerk der Filmgeschichte sehen will, der sollte sich den ersten Teil auf DVD kaufen. Wer hingegen bildgewaltige Szenen anschauen mag und dabei keinen Wert auf eine ausgereifte Story legt, der kann hier die Gelegenheit nutzen und im Kino die Technik des 21. Jahrhunderts bestaunen. Ein Film der leider weit hinter den Erwartungen und auch dem Potential zurückbleibt. Das war wohl nix.
7/10 Punkte

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Bonkos’ Fernsehtipp zum Fest:

“Drei Nüsse für Aschenbrödel” – Eine märchenhafte DDR-Produktion aus dem Jahr ’73, die es – neben Dinner for one – rekordverdächtig oft in das Fernsehprogramm schafft.

Hier der Schnellcheck:

 

Worum geht’s?

Das arme Aschenbrödel muss in der DDR die Drecksarbeit machen. Glücklicherweise kann Sie mit Tieren sprechen und verschafft sich unbefugt Zutritt zum Abiball ’73 im Schloss Moritzburg.

 

Wie blutig ist der Film?

“Rucke die guh, Rucke die guh, Blut ist im Schuh.” Und das war’s dann auch schon. Besorgte Eltern können den Kleinen bequem an dieser Stelle die Augen zuhalten oder auf die Reportage über Flugzeugträger auf N24 umschalten.

 

Gibt es einen gesellschaftspolitischen Auftrag?

Nein, dies wäre zu weit gefasst. Sicherlich erkennt man an den Produktionsumständen, wie schwierig das Leben in der DDR war, aber ein Aufstreben der Dienstmädchenklasse oder gar Mindestlohnforderungen darin zu sehen, geht eindeutig zu weit.

 

Bester Auftritt?

Die Eule Rosalie, die so leicht nichts von der Stange haut.

 

Und: Können wir das alles glauben?

Jein. Weiß man doch heute, dass es nicht die böse Stiefmutter, sondern vielmehr die garstige Schwiegermutter ist, die für Unmut in der Weihnachtszeit sorgt.

 

Lohnt das Einschalten?

Sagen wir es mal so: Es wird sich wohl nicht vermeiden lassen.

 

Wenn ich mehr über diesen Streifen wissen will?

Einfach Wikipedia bemühen.

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Bonkos’ Bastelecke:

Heute – So baue ich einen Hasenstall!

Der Sonntagsbraten sollte Bio sein. Doch wo die Hasen halten? In einer Mietswohnung im 5. Stock? Noch dazu keine Behausung? Hasenställe kann man einfach und günstig selber basteln.

Und das braucht man dazu:

  1. Eine 1-Euro-Münze
  2. Einen Einkaufswagen (möglichst von Lidl oder IKEA. Für einen Rammler reicht auch ein kleiner Bio-EKW von Denn’s)
  3. Hasen

Und so wird’s gemacht:
Die Münze in den Einkaufswagen einlegen und den EKW von den anderen losketten. Zuhause den Wagen langsam (am besten zu zweit) auf dem Balkon über die Hasen stülpen. Aber Vorsicht, nicht die Finger einklemmen. Geschickt ist es, den EKW oben anzufassen. Tipp: Achten Sie auf einen stabilen Untergrund – Hasen neigen zum Graben. Hierzu kann passend ein Getränke-Einkaufswagen benutzt werden. Vorteil dabei, der Stall ist mobil und kann bequem zum Reinigen weggeschooben werden. Ein paar Möhren rein – fertig.

Und morgen erfahren Sie, wie sie mit Zahnstochern und Kastanien Ihren eigenen Miniaturzoo gestalten.

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Bonkos’ und Martin Sonneborn

Was bisher geschah (30. November 2012):
“…als ich Sonneborn über meinen Plan Papst zu werden in Kenntnis setzte, stand dieser ruckartig auf, streckte mir freudig seine Hand entgegen und sagte:
“Auf gute Zusammenarbeit! Die Welt braucht mehr junge Päpste…”
Beide Daumen auf mich gerichtet, half ich ihm bei der Wörtersuche: “…wie mich!”
Sonneborn euphorisch: “Ja, genau! Wie Sie, … mit Bärten!””

Was beim gestrigen Wiedersehen geschah (02. Dezember 2013):

…nach dem mediengestützten Krawall & Satire Abend stand ein freudiges Wiedersehen auf dem Programm. Ich erzählte Herrn Martin Sonneborn, dass das mit dem Papst-Absetzen schon wunderbar geklappt hatte, ich leider aber beruflich etwas eingespannt sei. Sonneborn aufmunternd:
“Das war schon beeindruckend, wie Sie das mit dem Papstrücktritt gemacht haben. (lacht) Beim nächsten Mal dann Sie. Wir bleiben dran.”

 

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(12) Der kleine Kalli – auf dem Weihnachtsmarkt

Mandelduft und Tannenzweige, Krippenfiguren und Räuchermännchen, all die vielen schönen vorweihnachtlichen Dinge sind es, die auch den kleinen Kalli auf den mit vielen Lichtern geschmückten Weihnachtsmarkt ziehen. Ein Weihnachtsmarkt der genau genommen in der Adventszeit stattfindet und gerne auch schon ein paar Tage vor dem Advent eröffnet. Der kleine Kalli freut sich besonders auf eine schöne heiße Schokolade. Doch bis dahin heißt es Ellenbogen ausfahren und möglichst vielen Menschen ausweichen. Was bei der Führerscheinprüfung Minuspunkte gibt, gehört am Weihnachtsmarkt zum guten Ton. Und so weist auch Kalli die Bummelanten zurecht. Nachdem die typischen Weihnachtsbuden mit Tupperware, Besenstilen und Reinigungswundermitteln passiert waren und sich schon weihnachtliche Stimmung breit machte, hielt der kleine Kalli kurz inne, um seine Ohren dem Kinderchor des städtischen Kindergartens (Neudeutsch Kita) für ein kleines Ständchen zu leihen. Es war der 26. November und in dieser Saison das erste Mal, dass Kalli Rolf von und zu Kowski mit seiner Weihnachtsschweinerei hören durfte. Und dann wurde es laut. Kalli näherte sich dem Rudolph-Dreieck, wie er die Komposition aus Glühwein- und Feuerzangenbowleständen liebevoll nannte. Die vielen Menschen mit ihren roten Nasen und ihrer ausgelassenen Weihnachtslaune ließen dem kleinen Kalli keine Chance auch nur einen Blick auf den Tresen werfen zu können. Nachdem Kalli eine Stunde lang versucht hatte, sich durch die Masse der Betrunkenen zu kämpfen und dabei zum 100ten Male das FC Bayern Stern des Südens Weihnachtsfußballied hörte, gab er enttäuscht auf und lief nach Hause, wo er mit Kinderpunsch aus dem örtlichen Discounter den Abend ausklingen ließ.

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