Author Archives: Bonkos

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Honig im Kopf”:

+ überzeugender Hallervorden
+ Sensibilisierung für das Thema Demenz
– langatmig
– teilweise überladen

Trotz aller guten Ansätze, dieser Film kann nicht leugnen, dass er ein Schweigerfilm ist. Angefangen bei schwülstigen Szenen über typisch deutsche Kömödienelemente bietet dieser Film alles, was zu einem Schweigerstreifen gehört, inklusive nuschelnder Familienmitglieder in der Hauptrolle. Beispiel gefällig: Die Protagonisten heißen Tilda und Armandus anstatt Anna und Herbert. Und auch der Preis für die schwächste Schauspielleistung geht an Herrn Schweiger, wobei er in puncto Nuscheln von seiner Tochter Emma übertroffen wird. Ein Film mit Höhen und Tiefen. Neben lustigen und gut gezeichneten Momenten, zieht sich der Plot stellenweise wie Kaugummi. Die Story hätte noch deutlicher herausgearbeitet werden können und auf die ein oder andere Rückblende sowie Handlungserklärung hätte man auch besser verzichtet. Aber der Film hat auch seine guten Seiten. Ein überragender Hallervorden spielt äußerst authentisch und hingebungsvoll einen Dementen Opa und lässt den Zuschauer mitfühlen und mitachen. Ein erstaunlich gelungener Ansatz, das Thema Demenz zu thematisieren und in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. Auch wenn Räumlichkeiten, Züge, Altenheim und Familienfeste eindeutig der Vorstellung eines Herrn Schweigers entsprungen sind und mit dem realen Leben der meisten Menschen nichts gemein haben dürfte, so gelingt es dem Film dennoch, zumindest ansatzweise, sowohl die Probleme als auch die schönen Seiten der Demenzerkrankten aufzuzeigen.
Dank Hallervordens herausragender Leistung
5/10 Punkte

Bonkos’ kurze Filmkritik zu “Wild Card”:

+ Kamera
+ Kampfszenen
– Story

Um es gleich vorweg zu nehmen, ein Film, an dem sich die Geister scheiden. Auf der einen Seite stehen Kampfszenen wie sie einem Bilderbuch entsprungen sind, auf der anderen Seite steht, ja steht vielmehr nicht, eine nicht vorhandene Story. Tolle Kameraeinstellungen ohne Wackelbilder und hektische Schnitte demonstrieren eindrucksvoll, dass Kino auch im Jahr 2015 keine Kopfschmerzen erzeugen muss. Jason Statham spielt überzeugend und wertet den Streifen mit guten Sprüchen auf. Auch wenn man Statham mag, so ist die ausführliche Charakterzeichnung am Ende ohne Mehrwert. Die brillianten Kampfszenen kommen daher leider etwas zu knapp weg. Gerne hätte man noch gesehen, wen der Protagonist mit dem Fischmesser noch ausgenommen hätte. Dennoch setzt der Film einen Kontrapunkt und fällt eigentlich nur in einem, leider nicht zu unterschätzenden Punkt durch: der Story.
Insgesamt
6/10 Punkte

Bonkos’ Haushaltstipp (Teil II):

Wenn man auch in der Toilette mit etwas Grün für ein schönes Ambiente sorgen möchte, empfehlen sich Schwimmpflanzen.

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(24) Der kleine Kalli – und der Messebesuch

Sonntag, das hatte sich der kleine Kalli fest vorgenommen, Sonntag geht es zur Messe. Was für die Damenwelt das Werbeprospekt “Glamour” ist, das ist für die Herren der Schöpfung ein Messebesuch. Bezahlen für Werbung. Ein perfides Machwerk der Marketingwelt. Doch der kleine Kalli liebt die Billigwerbegeschenke, die bunten Taschen und nicht zuletzt die Kataloge ohne Preisauszeichnung, die allesamt auf Messen nicht fehlen dürfen. So fährt Kalli erwartungsvoll auf die Messe “Bauen und Wohnen”, die ja zu einer der größten in ganz XY zählt und neben namhaften Herstellern auch kleinere innovative Startups bietet. Bei solch tollen Angeboten ist der Eintrittspreis von 15 € pro Nase schnell vergessen. Kaum ist das Startgeld entrichtet, geht es rein in das Getümmel. Weil Platz auf Messen Mangelware ist, helfen sich die Aussteller mit allerhand Ideen in Sachen Standbau. Ähnlich wie bei Wolkenkratzern gilt es in die Höhe zu bauen und auf diese Weise die Werbefläche zu vergrößern. Kalli ist besonders an Kugelschreibern und Gummibärchen interessiert, die gibt es aber nur nach halbstündigen Beratungsgesprächen und auch nur gegen Aufforderung. Ansonsten kann sich der kleine Kalli vor Kontaktkarten, Flyern und Hochglanzbroschüren nicht mehr retten. Nach zwei Stunden tuen ihm die Füße weh und der Magen signalisiert, dass es nunmehr an der Zeit ist, sich an die vollkommen überteuerten Versorgungsstände zu begeben. Bei der Gelegenheit wird der Lageplan betrachtet und erstmals überlegt, was man denn gerne sehen möchte. Der kleine Kalli entscheidet sich für Halle 8. Die darf nicht fehlen. Nach gefühlten 100 km Wegstrecke erreicht Kalli sein Ziel. Halle 8. Den Aussteller den er sucht, findet er leider nicht und so begibt sich Kalli genervt und müde in Richtung Ausgang. Auf dem Weg nach Hause schaut sich Kalli den Messe-Plan an, um festzustellen, welche Stände er viel lieber gesehen hätte. Und so nimmt Kalli neben 12 kg Anfeuerhilfen auch die Erkenntnis mit, dass es nächsten Sonntag besser wieder in die katholische Messe geht.

Bonkos’ Haushaltstipp (Teil I):

Die korrekte Entsorgung von Joghurtbechern:
1. Deckel vom Becher entfernen
2. Becher nicht ausspülen
3. Becher nicht ineinanderstapeln

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Bonkos’ Tipp des Tages:

Nach der Halbzeitpause von der Gegentribüne filmen, dann fällt das lästige Umdenken weg.

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Bonkos’ Lyrikecke:

Zum Faschingszug geh ich als Pegidist,
weil ein Rollenwechsel wichtig ist.
Mit Deutschlandfahne und Lügenpresse-Rufe,
bring ich den Frohsinn auf die nächste Stufe.
Und damit es richtig Freude bereitet,
werde ich von der Polizei begleitet.
Mit Kamelllen und mit Obstlerbrand
rette ich das Abendland.
Und diese ganzen Scheichkostüme,
wirken auf mich wie Ungetüme.
Bei der Stärkung am nächsten Dönerstand
gibt mir ein Sarotti-Mohr die Hand.
Und in dem ganzen bunten Treiben
kann man die Nationalitäten nicht mehr unterscheiden.
Wohin mit dem gespielten Fremdenhass
mal ehrlich, so macht das keinen Spaß.
Am Abend sehe ich dann ein,
niemand braucht pegida sein.
Die Welt ist bunt und voller Jecke
Bekloppte gibt’s an jeder Ecke!

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Bonkos’ Bild des Tages:

Der Zahn der Zeit.                                                   Foto: Trapp

Der Zahn der Zeit. Foto: Trapp

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(23) Der kleine Kalli – Ruhe in Frieden

Wer Kalli kennt, der weiß, dass er großen Wert auf eine gute Nachbarschaft legt. Doch seit in der Wohnung über ihm die Studentin Johanna eingezogen ist, ist es mit der Nachtruhe vorbei. Johanna scheint so ganz eigene Gewohnheiten zu pflegen, die denen Kallis vollkommen entgegenstehen. Um ca. 23 Uhr beginnt die Waschmaschine ihren Dienst aufzunehmen, um 1 Uhr morgens wird Staub gesaugt und um 4 Uhr in der Früh hält sich die Dame mit Sprungseilübungen fit. An Schlaf ist für Kalli seit Wochen nicht zu denken. Doch was tun? Der kleine Kalli ist einfach nicht der Typ dafür, an die Tür zu klopfen und auf den Putz zu hauen. Seit ein paar Tagen verfolgt er deshalb einen Plan: Er kopiert die Verhaltensweise von Johanna. Hört sie laut Musik, so dreht auch Kalli voll auf. Hüpft Sie, so hüpft auch er. Und es dauerte keine drei Tage, da stand Frau Müller, die die Wohnung unter Kalli bewohnt, nachts um 3 Uhr vor seiner Wohnung. “Mensch Kalli,” giftete die rüstige Rentnerin ihn an, “wollen Sie das Haus abreißen? Das ist ja ein Krach!” “Da haben Sie Recht, Frau Müller,” entgegnete der kleine Kalli “ich kann seit Tagen kein Auge mehr zumachen. Aber das man die Dame über mir selbst bei Ihnen hört, das ist schon erstaunlich.” “Über Ihnen?” “Ja. Diese neu eingezogene Studentin, die scheint nachts zu leben.” Frau Müller entschuldigte sich bei Kalli und stampfte schnaufend die Treppenstufen hoch zu Johanna. Die räumte zugleich ein, dass die beschriebenen Geräusche aus ihrer Wohnung kommen müssen und gelobte Besserung. “Es gibt doch nicht’s über einer guten Nachbarschaft” dachte sich Kalli, “man darf sich nur nicht unbeliebt machen.”

(22) Der kleine Kalli – in der FBI-Kontrolle

Hätte Silvia ihn nicht gefragt, hätte sich die Frage gar nicht gestellt. Als Kind war alles viel einfacher, da hieß es Cowboy oder Indianer. Da war die Welt noch eingeteilt in Gut und Böse. Doch heute ist alles in Graustufen gehalten. Und so schwebt auch über der Wahl des passenden Faschingkostüms ein großes graues Fragezeichen. Silvia hat Karten für die große Prunksitzung besorgt und Kalli steht nun in der Faschingabteilung des örtlichen Modegeschäfts und schaut sich Bauarbeiter-, Polizisten- und Rockerkostüme an. Dabei halten die meisten Nähte der völlig überteuerten Chinawaren nicht einmal den kritischen Blicken stand. Kalli erinnert sich, dass er zuhause noch ein Scheichkostüm liegen hat, dass er einst bei einem Marokkourlaub von Achmed, seines Zeichens Textilienhändler, Großvisionär, Touristenguide und Freund, zu einem, wie ihm Achmed versicherte Freundschaftspreis erstanden hatte. Die Frage der Verkleidung war damit geklärt. Kalli schlüpfte am Abend der Prunksitzung in das arabische Outfit, band sich den Turban um den Kopf und machte sich zusammen mit Silvia in Richtung Frohsinn. Doch das Lachen blieb dem kleinen Kalli bereits im Foyer im Halse stecken. Als er seine Jacke an der Garderobe abgegeben hatte und bedächtig zur Einlasskontrolle schritt, überkam ihn ein mulmiges Gefühl. Er näherte sich der Ticketkontrolle in Turban, arabischer Kleidung und Vollbart im Gesicht. Dies Karten überprüften dieses Jahr treffender Weise als FBI-Beamte verkleidete (?) Männer, die ansonsten wohl im örtlichen Fitnessstudio leben und den neuen Fusion-Head-Body-Rasierer eines namhaften Rasiererherstellers für lieb gewonnen hatten. Mit einem Gequälten “Helau” quetschte sich der kleine Kalli an den vollausgerüsteten FBI-Männern vorbei und war heilfroh, als er im Sitzungssaal noch weitere Scheichs erblickte. Dann setzte sich der kleine Kalli und bestellte bei der indischen Bedienung ein gepflegtes Weizenbier. Und während der kleine Kalli-Scheich so genüsslich an seinem Bier schlürfte, da dachte er bei sich, dass man sich viel zu selten in die Rolle andere Menschen schlüpft.

Bonkos’ Bild des Tages:

Aquariumsbrand                                                      Foto: Bonkos

Aquariumsbrand Foto: Bonkos

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Bonkos’ Liveticker zur “Fastnacht in Franken”:

Live aus Würzburg. Um 19.00 Uhr unterfränkischer Ortszeit geht es los; der Bayerische Rundfunk überträgt live die Faschingssitzung (Karnevalssitzung) aus den neuen Mainfrankensälen in Veitshöchheim. Ein Muss für jeden Faschingsnarren und ein Geheimtipp für närrische Muffel. Bonkos empfiehlt: Unbedingt EINSCHALTEN!
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18.58 Uhr – Achtung Spoiler: bonkos.de liegt die Auflösung des streng gehüteten Geheimnisses vor: Markus Söder wird heute als Mahatma Gandhi aufschlagen!

19.00 Uhr – Und Anpfiff! Mit dem Gewinner des Supernarren 2015 wird die Prunksitzung angehupt. Das geht schonmal ordentlich in die Hose, der Newcomer verhupt sich lustig und “Text vergessen scheiß egal,….”

19.13 Uhr – Während die erste Büttenrede läuft, hier ein kleines Fun-Gimmick zur Sendung: Der Tusch-Counter! Wie oft wird getuscht? kein Problem hier gibt es die Statistik zum beliebten Geräusch.

‬19.15 Uhr – Sitzungspräsident Händel verabschiedet den Nürnberger Wortakrobaten und stellt die Prominenz vor. Insbesondere Seehofer besticht wieder einmal durch keinerlei Verkleidung.

19.24 Uhr – Die Frauenquote hält Einzug in die Fastnacht, unter den vier Tanzmariechen befindet sich nur noch ein einziger Mann.

19.26 Uhr – Oti Schmelzer stanzlt sich durch die fränkische Mentalität.

19.38 Uhr – Nach knapp 40 Minuten der fränkischen Selbstbeweihräucherung steigt die Erwartung auf den Auftritt der Altneihäuser Feuerwehrkapelln. Doch jetzt Bühne frei für Peter Kuhn. Ich durfte ihn dieses Jahr live sehen und kann sagen, vielleicht die beste Bütt in diesem Jahr!

19.47 Uhr – “Da kämpfen Nazis gegen Salafisten; und zwischendrin steh’n Polizisten; und die tun mir bei all dem Streit; am aller allermeisten leid.” – Peter Kuhn

20.05 Uhr – Da verlässt der Karlstädter Udo Jürgens die Bühne. Ein Klavier, ein Klavier,…

20.07 Uhr – Bühne frei für das Original. Zum 18. Geburtstag sind die alten Damen der fränkischen Fastnacht zurück: Waltraud und Mariechen!

20.13 Uhr – Überraschung: Die Kanzlerin ist da!

20.20 Uhr – LMAA – Liebe mich am Abend. Das schreiben die vier heiligen Dreikönige an Mariechens Tür. Langsam nimmt die Sitzung Fahrt auf. Wer fälschlicherweise bei “Hessen lacht zur Fassenacht” gelandet ist, sollte schnell auf BR umschalten!

20.27 Uhr – Es folgt a nürnbercher Gadde! Eins, zwei, hoch das Bein!

20.35 Uhr – Während der Papst noch über würdevolles Schlagen von Kindern kritisiert wird, muss sich Bischof Friedhelm die Haare mit Weihwasser und Klobürste von einer fränkischen Putzfrau frisieren lassen. Schwere Zeiten für die Kirche…

20.45 Uhr – Das war die Ines aus Erlabrunn. Die Sitzung läuft so gut, da sehnt man sich ja fast ein bisschen nach einem Lanz…

20.51 Uhr – Da rollen die Parodis auf die immer gleich dekorierte Frankenbühne. Die Gruppe gehört quasi zum Inventar und darf musikalisch genauso wenig fehlen wie die Tusch-Band von Pavel Sandorf aus Tschechien, die seit 2005 den Ton angiebt.

20.54 Uhr – Bemerkenswert sind nicht nur die Beiträge sondern auch die Einschaltquoten, wobei an dieser Stelle alle Kabel Deutschland- Kunden gegrüßt seien, die leider keinen BR empfangen können. Aber zum Glück gibt’s ja den Ticker von bonkos.de

21.06 Uhr – Amanda das Nilpferd übernimmt die Regie. Alles sehr spezifisch!

21.15 Uhr – Tuschzwischenstand: 131

21.23 Uhr – Zeit für die Feuerwehr das Feuerwerk abzubrennen.

21.39 Uhr – Tickerpause: Tränen wegwischen!

21.46 Uhr – “Warum kam die letzte Wetten, dass…? Sendung aus Nürnberg? – Das ZDF wollte einmal größeres Elend zeigen als Markus Lanz” – dem Kommandant Neugrig gelingt es dann nach einem fulminanten Auftritt, Lanz unterzubringen. Chapeau!

21.59 Uhr – Auch wenn ich sonst kein Drecksaggfan bin, aber diesmal überzeugt Michl Müller.

22.00 Uhr – Kostprobe gefällig? “72 Jungfrauen, aber keiner weiß, wie alt die sind.”

22.24 Uhr – Finale, oho! Und jetzt alle zusammen: Stimmung!

22.31 Uhr – Feierabend! Die Bilanz: zahlreiche Tränen in den Augen, 176 Tusche und ein Bühnenbild, das so alt ist wie man selber.

22.34 Uhr – Bester Auftritt: die Altneihäuser. Beste Bütt: Peter Kuhn.

22.35 Uhr –  bonkos.de sagt Dankeschön fürs Tickerlesen und wünscht allen ein schönes Wochenende!
Wer die Sitzung verpasst hat, der hat morgen Abend um 20.15 Uhr im BR noch einmal die Gelegenheit die Lachmuskeln zu trainieren. In diesem Sinne: Helau!

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